Erfreuliches Wiedersehen für Luhukay: Ex-Kollege Rettig bringt Hertha am Sonntag die "Felge"

(mey) – Bevor ich zum eigentlichen Thema des heutigen Blogposts komme, eine Anmerkungen: Rechts findet ihr ab sofort die Morgenpost-Timeline zu Herthas Aufstieg. Dort gibt es chronologisch geordnet nicht nur alle Artikel, die wir im Laufe dieser Zweitligasaison so verzapft haben. Auch alle Immerhertha-Blogeinträge können darin noch einmal nachgelesen werden. Viele von euch haben ja schon bei morgenpost.de reingeklickt. Jetzt gibt es die Timeline auch bei uns im Blog.

Brooks überzeugt als kühler Abwehrchef

Dass Hertha gestern den Zweitligameistertitel geholt hat, wird niemanden mehr groß überrascht haben. Eine rekordträchtige Saison hat damit ihren Höhepunkt erreicht. Dennoch ist es erstaunlich, mit welcher Vehemenz die Berliner nach dem Erreichen des Aufstiegs einfach fleißig weiter gewinnen. Drei Spiele, drei Siege. Das spricht eine umso deutlichere Sprache, wenn man sich ansieht, wie Verfolger Braunschweig gestern in Hamburg unter die Räder gekommen ist. Der Torschütze gegen Köln, Alfredo Morales, sagte dazu:

„Wir wollten zeigen, dass wir die beste Mannschaft der Liga sind und weiter Gas geben. Das ist uns gelungen, und deshalb sind wir auch verdient Meister geworden.“

Besonders überzeugt hat mich gestern der junge John Anthony Brooks als Abwehrchef neben Christoph Janker. Mit welcher Ruhe und Übersicht der 20-Jährige mittlerweile auftritt, ist beeindruckend. Cool und unaufgeregt agierte er gestern gegen den, für Zweitligaverhältnisse, starken Anthony Ujah. Für mich war er neben Fabian Lustenberger der beste Mann bei den Herthanern.

Was glaubt ihr: Hat Brooks in diesem Zweitligajahr schon genug Erfahrung gesammelt, um sich auch in der Bundesliga zu etablieren? Ich persönlich traue ihm von allen Hertha-Youngstern die größte Karriere zu. Aber wie seht ihr das?

Die „Felge“ ist 30.000 Euro wert

Nachdem Herthas Cheftrainer gestern ein erfreuliches Wiedersehen mit dem alten Arbeitgeber Köln hatte (er war dort von 2002-05 Co-Trainer) wird es ein solches Wiedersehen auch am kommenden Sonntag geben. Zur Ehrung des Zweitligameisters wird DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig nach Berlin reisen. Rettig war Manager beim FC Augsburg, als Luhukay dort als Trainer arbeitete. Beide schätzen sich sehr, stiegen 2011 mit den Augsburgern auf und schafften im vergangenen Jahr den Klassenerhalt.

Rettig wird den Herthanern gemeinsam mit dem Vize-Präsidenten des Ligaverbandes Harald Strutz im Anschluss an das letzte Heimspiel der Saison gegen Energie Cottbus die Zweitligameisterschale überreichen. „Gute Freunde kann niemand trennen.“

Übrigens: Wer meint, dass die „Felge“ nur ein wertloser Haufen Blech ist, der irrt. Die Versicherungssummer beläuft sich auf 30.000 Euro.

Morgen haben die Herthaner noch einmal einen Tag trainingsfrei. Am Mittwoch geht es dann um 15 Uhr auf dem Schenckendorffplatz weiter.