Sechs-Jahres-Vertrag für den Manager

(ub) – Na, Puls schon etwas höher? Aber nein, keine Ente: Es gibt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Sechs Jahre auf einen Streich. Da kann der Manager sich Zeit nehmen und grundlegende Dinge entwickeln.

Sechs Jahre, damit läuft der Vertrag des Managers länger als der des am längsten gebundenen Spielers.

Sechs Jahre sind auch ein klares Bekanntnis der Vereinsführung. Die demonstriert, was sie von den Qualitäten ihres leitenden Angestellten hält. Wer einen Sechs-Jahres-Vertrag vergibt, ist nicht gewillt, bei der ersten oder der zweiten Krise den Manager fallen zu lassen.

An dieser Stelle hätte ich jetzt gern ein Zitat von Michael Preetz. Aber der hat heute, wie die meisten von Euch, einen freien Tag.

Nur um nicht missverstanden zu werden: Es geht nicht um Hertha BSC. Es geht nicht um Michael P.

Die Rede ist von David Moyes (50). Den Neuen von Manchester United. Sir Alex Ferguson (71), der Vorgänger, hat Moyes als Nachfolger empfohlen. Dabei darf man etwas staunen. Moyes war seit 2002 Manager beim FC Everton. Und hat in den elf Jahren seither keinen Titel gewonnen. Nicht einen. Aber nun ist Moyes der erklärte Wunschkandidat, um Ferguson beim englischen Rekordmeister zu beerben. Wenn es in der Premier League irgendwo Druck gibt, sicher bei Manchester United.

Ich bin zu weit weg, kann den englischen Fußball nicht beurteilen. Aber das Scouting von Manchester mutet mich mutig an. Einen Sechs-Jahres-Vertrag für den neuen Manager. Das ist ein Vertrauensbeweis.

Habe nach dem Aufstieg neulich in der Morgenpost erwähnt, dass bei Hertha über einen Zwei-Jahres-Vertrag für Manager Michael Preetz nachgedacht wird, aktuell hat er ein Arbeitspapier bis Juni 2014. Da gabs Diskussionen. Hier, aber auch vor allem bei hertha-inside.de.

Da sieht man wieder, ist halt alles relativ

Euch einen schönen Himmelfahrts-Tag.

P.S. Hintergründe zu der Personalie im Guardian, im Telegraph, in der Sun, im Daily Mirror und bei der BBC