Luhukay grübelt über Pekarik-Ersatz für Ingolstadt

(seb) – Ich muss zugeben, dass es genau zwei Dinge in der Zweiten Liga gibt, an die ich mich wohl nie gewöhnen werde. Das ist zum einen der extrem lange Abstand zwischen Freitags- und Montagsspiel und zum anderen der kurze Abstand zwischen Montags- und Freitagsspiel wie ihn Hertha jetzt nach Braunschweig und vor dem Ingolstadt-Spiel erlebt. Gerade noch Ronny und den Sieg über Braunschweig gefeiert und jetzt bitte den Schalter umlegen. Ingolstadt. Hat etwas von einer emotionalen Vollbremsung.

Morales erneut als Niemeyer-Ersatz

Jos Luhukay war heute auf der Pressekonferenz vor dem Freitagsspiel dafür da, den Schalter offiziell umzulegen. Braunschweig ist abgehakt, jetzt zählt Ingolstadt. Und dort fehlen dem Team mit Peter Niemeyer und Rechtsverteidiger Peter Pekarik zwei wichtige Spieler. Für den Kapitän wird Alfredo Morales auflaufen. Da legte sich der Trainer angesichts der starken Leistung des 22-Jährigen gegen Braunschweig schon einmal fest.

Etwas kniffliger stellt sich das dagegen auf der rechten Außenverteidigerposition dar. Die beiden Kandidaten, die als Ersatz in Frage kommen sind Marcel Ndjeng und Christoph Janker. Beide eint, dass die Pekarik-Position auf ihrer persönlichen Wunschliste nicht ganz oben steht. Der Vorteil von Ndjeng ist, dass er dort bereits gespielt, als der slowakische Verteidiger an einer Schulterverletzung laborierte.

Janker mit Fitness-Vorteil

Diesen Vorsprung hat Janker durch seine lange Verletzungsgeschichte nicht. Er spielte erst einmal von Beginn an und das auch in der Innenverteidigung. Nach seinen letzten Einwechslungen war er vor allem im zentralen Mittelfeld zu finden. Im Training war er aber durchaus auf rechtsaußen zu finden. Sein Vorteil ist, dass er jetzt topfit ist, während Ndjeng nach einem Infekt erst gestern wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist.

Luhukay (auf dem Bild rechts neben Mediendirektor Peter Bohmbach bei der PK, Foto seb) bekommt jetzt aber keine schlaflosen Nächte wegen der Entscheidung. Auf der Pressekonferenz sagte er zu dem Thema:

„Ndjeng hat gezeigt, dass er es kann und Janker ist fit. Für beide gibt es jeweils gute Argumente. Ich gehe mit gutem Gewissen in die Entscheidung.“

Beim nichtöffentlichen Training durfte die Startelf von Montag für eine regenerative Einheit etwas mehr als eine halbe Stunde auf den Platz. Der Rest konnte sich danach in Trainingsspielen etwas Praxis holen. Felix Bastians, der wegen eines Magen-Darm-Infekts am Montag keine Chance auf den Kader hatte, stieß heute wieder zur Mannschaft.

Als kleinen Nachklapp zur Partie von Dortmund gestern Abend gegen Malaga: Im Gegensatz zum Hinspiel lobte Jos Luhukay heute den BVB nicht zum nachahmungswürdigen Vorbild aus. Obwohl ich mir sicher bin, dass der Trainer die Mentalität der Borussen zum Ende hin beeindruckend fand.