Hertha verschnupft, Niemeyer und Brooks fehlen, Ronny tanzt

(ub) – Mittwochnachmittag, die letzte öffentliche Trainingseinheit bei Hertha BSC vor der Partie am Samstag bei 1860 München. Während hier im Blog die Frage „Weißwürste“? Oder doch die „Neuland-Boulette“ im Turm diskutiert wurde, hat Hertha BSC gerarbeitet. Die Sonne war zwar schön, aber mit jeder Minute wurde es ein wenig kälter auf dem Schenckendorff-Platz (grummelgrummel/Fotos: ub).

Personallage: Thomas Kraft hat seine Viruserkrankung auskuriert. Er spulte das normale Torwarttraining-Programm ab. Adrian Ramos war bei den Lauf- und Passübungen dabei. Als nach einer Stunde gespielt wurde, verabschiedete er sich Richtung Kabine.

Morales, Mukhtar und Hubnik wieder dabei

Alfredo Morales trainierte ebenso normal in der Gruppe wie Hany Mukhtar und erstmals nach Wochen Roman Hubnik. Seine Reaktion auf den fast einmonatigen Ausfall: Er trainierte in kurzer Hose, aber mit Pudelmütze. Scheint bei den Verteidigern Mode zu sein, auch Levan Kobiashvili war entsprechend unterwegs . . .

. . . allerdings im Modell ‚Mit ohne Bommel‘. Es fehlten allerdings zwei andere Spieler wegen Fiebers und Erkältungssymptomen: Kapitän Peter Niemeyer und Manndecker John Brooks. Ob die Beiden für 1860 ausfallen, ist offen. Trainer Jos Luhukay:

„Wenn wir uns heute entscheiden müssten: Ja. Aber wir haben morgen wieder Training. Vielleicht weiß ich danach mehr.“

Luhukay lässt Pässe für Fortgeschrittene üben

Aber natürlich gab es schon heute Hinweise. Zu sehen waren unter anderem Passübungen. Mit fortgeschrittenen Aufgaben für den ballführenden Spieler. Trainer Luhukay ließ nicht nur das saubere Passspiel proben. Sondern auch den Moment des richtigen Abspiels. Über den entscheidet, sagt Luhukay, nicht der ballführende Spieler. Sondern der Spieler ohne Ball. Luhukay:

„Immer Augenkontakt halten. Und wenn der Spieler ohne Ball signalisiert, dass er los läuft, muss der Pass kommen.“

Merke: Um Augenkontakt zum Mitspieler zu haben, muss der Profi den Ball technisch sauber vor dem eigenen Fuß haben, um ihn gegebenenfalls rasch spielen zu können. Das setzt eine sichere Ballannahme und ordentliche Weiterleitung voraus.

Dann wurde in zwei Teams, Spökenkieker aufgemerkt, gespielt.

Gelb: Kraft – Pekarik, Franz, Lustenberger, Kobiashvili – Mukhtar, Radjabali-Fardi – Sahar, Ben-Hatira – Lasogga.

Blau: Burchert – Janker, Hubnik, Bastians, Holland – Morales – Allagui, Ronny, Schulz – Wagner.

Rot: Knoll (jeweils beim ballführenden Team)

Meiner Meinung nach ist der Kader so gut aufgestellt, dass die Herausforderung zu lösen wäre: Dann spielen in der Innenverteidigung halt Franz und Lustenberger. Und auf der Doppel-Sechs Kobiashvili und Morales . . .

. . . oder wir spielen eine der Stärken dieses Blogs aus: dieses sagenhafte ‚Sich geduden Können, bis die Dinge zur Entscheidung gereift sind‘. Und versenken uns in eine medidative Betrachtung des Schattenspiels ‚Hertha tanzt‘

Morgen/Donnerstag Mittag ist das obligatorische Pressegespräch mit Trainer und Manager Michael Preetz. Da wissen wir wieder etwas mehr.

P.S.1 Heute bei Twitter gelesen von Kevin-Prince Boateng:

„Thank u all for the support u were all fantastic-amazing!!! #ForzaMilan proud of every single one of the team . . . „

P.S.2 Hertha-Mediendirektor Peter Bohmbach hat wie versprochen einen Bündel von Fragen beantwortet, die ihm von Euch in der vergangenen Woche gestellt worden sind. Habe die Antworten beiseite gelegt und denke, dass wir uns dem Thema etwas ausführlicher nach dem 1860-Spiel widmen, wenn zwei Wochen Länderspiel-Pause anstehen.