Systemdebatte: Herthas Trainer Luhukay erteilt dem 4-4-2 eine Absage

(mey) – Wer am heutigen Dienstagnachmittag auf oder neben dem Schenckdorffplatz stand, der konnte nicht nur die Sonne genießen, sondern auch erleben, dass Herthas Cheftrainer Jos Luhukay offenbar ein fleißiger Leser von Immerhertha ist. Der Niederländer, der heute übrigens mit den Worten „Glückwunsch Trainer, Sie sind noch Tabellenführer“ (Duisburg hat Braunschweig mit 1:0 geschlagen) begrüßt wurde, sprach nach der Übungseinheit über die Lehren, die er aus der unerwartetend Niederlage gegen Dresden gezogen hatte:

„Für mich hat am Samstag die Mentalität bei der Mannschaft gefehlt. Das müssen wir gegen Duisburg wieder abrufen. Vielleicht hat uns in der letzten Woche zu vieles abgelenkt.“

Luhukay: „4-4-2 hat uns nicht gut getan.“

Und dann kam der 49-Jährige auf die Systemdebatte zu sprechen, die wir ja auch hier im Blog kontrovers diskutiert haben. Gegen Dresden musste Luhukay kurzfristig sein bevorzugtes System 4-2-3-1 wegen der Ausfälle von Ronny und Marcel Ndjeng über den Haufen werfen und mit zwei Stürmern beginnen. Luhukay kündigte an, dass er diese Variante vorerst als gescheitert ansieht:

„Wir werden nicht alles, was in den 21 Partien, die wir nicht verloren haben, zur Seite schieben. Das Spielsystem, das uns in dem Großteil der Partien zum Erfolg geführt hat, wird bleiben. Das 4-4-2 hat uns gegen Dresden nicht gut getan. Wir werden wieder im alten System spielen. Das war gut, und ich werfe nicht alles über Bord, was erfolgreich war.“

Hintergrund: Luhukay setzt auf Ronny als klassischen „Zehner“. Sein Fehlen habe sich gegen Dresden deutlich bemerkt gemacht.

Allagui, Sahar und Mukhtar zur Auswahl

Luhukay hat sich darüber hinaus auch Gedanken gemacht, wer den Part von Marcel Ndjeng im rechten Mittelfeld übernehmen wird, der ja wegen eines Muskelfaserrisses gegen den MSV Duisburg am Sonntag (13.30 Uhr) fehlen wird. Der Trainer nannte heute drei Kandidaten: Sami Allagui, Ben Sahar und Hany Mukhtar (der heute übrigens nicht beim Training dabei war). „Einer der drei wird die Chance bekommen“, sagte Luhukay.

Gestern hatten wir euch gefragt, wen ihr gern auf rechts sehen würdet. Die allermeisten sprachen sich für Änis Ben-Hatira oder die Variante mit Adrian Ramos auf dem Flügel und Pierre-Michel Lasogga in der Sturmspitze aus. Luhukay sieht das anders. In eurer Morgenpost erfahrt ihr morgen, wer unserer Meinung nach gegen Duisburg auflaufen wird und warum.

Wem der drei Genannten würdet ihr den Vorzug geben? Und habt ihr Verständnis für Luhukays Vorliebe für das 4-2-3-1? Oder seht ihr das anders als derTrainer?

Letzter Aufruf für Immerhertha trifft den Mediendirektor

Noch zweimal Schlafen, dann ist es soweit: Immerhertha trifft Herthas Mediendirektor Peter Bohmbach. Wer dabei sein will, hat noch einmal die letzte Chance, sich anzumelden.

Darum geht es: Peter Bohmbach, offizieller Titel ‘Pressesprecher von Hertha BSC und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit’, empfängt uns. Auge-in-Auge. Alle Fragen sind erlaubt. Wie managt ein Pressesprecher eine Krise wie die Affäre Babbel im Dezember 2011? Wird Manager Michael Preetz noch mal ein Selbstinterview führen wie im Frühjahr 2012? Absolviert der Pressechef ein Medientraining mit den Spielern?

Unser Ziel: Immerhertha lässt sich Hertha erklären.

Die Runde hat sich schon gut gefüllt. Aber wir haben noch ein paar Plätze. Mutige vor

Wer kann dabei sein?

Jeder, der bei Immerhertha unterwegs ist, Lust hat und neugierig ist. Der Ort wird, sagen wir, weiträumig ums Olympiastadion liegen. Für das Date sind anderthalb, zwei Stunden vorgesehen.

So geht’s: Email an die Adresse von Blogpappi Uwe Bremer schicken

vorname.nachname (et)axelspringer.de

Warum im digitalen Zeitalter ein old-school-Treffen?

Weil Peter Bohmbach Blogger von Immerhertha kennenlernen möchte. Und für Nachfragen oder Diskussionen zur Verfügung stehen will.

Wer von Euch nicht dabei sein kann: Fragen, die in der Runde gestellt werden sollte, bitte ab sofort posten.

Für alle anderen schreibe ich am Donnerstag ab 18 Uhr einen Immerhertha-Live-Ticker.

PS: Sorry für die Verspätung.