UPDATE mit Herthas Geheim-Strategie. Lasogga träumt von einer heißen Wanne

(ub) – Lange Männer – ja. Pudelmütze – nein. Sooo kalt war es heute Vormittag nicht am Schenckendorff-Platz (auf vielfachen Wunsch nun mit ck./Obwohl die Schreibweise mein ästhetisches Wohlbefinden stört/grummel). Trainer Jos Luhukay ließ die Mannschaft zunächst in der Kabine eine Krafteinheit absolvieren. Dementsprechend ging es etwas später auf den Platz. Hin und wieder schaute sogar die Sonne vorbei.

Wie hier auch schon ein, zweimal gefordert wurde an der Ballfertigkeit und der Genauigkeit im Zuspiel gearbeitet. Wieder einmal standen Passübungen auf dem Plan, verbunden im Anschluß mit den passenden Laufwegen. Trainer Jos Luhukay ist nach wie vor nicht zufrieden mit der Spielweise seiner Mannschaft.

Wir müssen gegen Kaiserslautern dominanter spielen als gegen Union.

Wird Hertha das umsetzen können am Montag? Was erwartet Ihr?
Dann wurde . . . (Fotos:ub)

. . . gelaufen. Die bekannte Übung in zehnmaliger Wiederholung: 90, 95 Meter in 15 Sekunden. Dazwischen jeweils eine halbe Minute Pause. Die Stimmung unter den Spielern schien mir gut zu sein. Pierre-Michel Lasogga unterhielt sich mit Fabian Lustenberger über die Wonnen des Abends:

„Eine schöne heiße Wanne, das ist es.“

Wegen eines fiebrigen Infektes fehlten weiterhin Roman Hubnik und Änis Ben-Hatira. Auf die Frage, wann die beiden wieder ins Training einsteigen können, sagte Trainer Jos Luhukay: Ich weiß es nicht.

Mir sieht das danach aus, als ob es für die beiden für das Kaiserslautern-Spiel nicht reichen wird. Dann würde der Hubnik-Platz im Kader an Innenverteidiger Maik Franz gehen. Und der von Ben-Hatira an Ben Sahar (oder Hany Mukhtar?).

+ + + UPDATE + + + Herthas Fünf-Liegestütz-Strategie + + +

Vom Nachmittag: 22 Feldspieler und drei Torwarte waren im Einsatz. Der Trainer ließ all‘ jene Situationen üben, wie sie am Montag auftreten können. Die Übungen mögen sich auf den ersten Blick banal anhören. Aber der Ball fühlt sich bei den Minusgraden anders an als sonst. Auf dem Rasen rollt der Ball anders und die Spieler bewegen sich anders, wenn das Geläuf von unten weich (Rasenheizung), die Oberflläche aber angefroren ist.

Passspiel auf kurze Entfernung

Passspiel auf mittlere Entfernung

Jonglieren (J-Lu: „Damit Ihr ein Gefühl für den Ball bekommt“)

Direktes Spiel

Antreten und Dribbeln mit Ball über 20 Meter (J-Lu: „Innenseite, Außenseite, Innenseite, Außenseite“)

– Wieder Jonglieren

Dann wurde Angriff gegen Abwehr auf ein Tor gespielt. Hier enthüllte sich Herthas Geheimstrategie, wie es gegen Lautern klappen soll: J-Lu:

Wenn die Stürmer zum Torabschluss kommen, machen die Verteidiger fünf Liegestütze. Wenn die Verteidigung den Angriff nicht zum Schuss kommen lässt oder den Ball vorher erobert, machen die Stürmer fünf Liegestütze.

Resultat: Wenn ich es richtig gesehen habe, gab es keinen einzigen Schuss aufs Tor. Dafür werden Herthas Offensivkräfte heute Abend ihre Oberarm-Muskulatur spüren . . .

Und dann war da noch dies: Über die Bande hinweg fragte die Rote Zora Cotrainer Markus Gellhaus, der eigentlich gerade eine Übung beaufsichtigte:

Am Montag holt ihr aber drei Punkte, oder?

Gellhaus: Wir geben uns alle Mühe.

Rote Zora: Ich werde jedenfalls im Stadion sein.

Gellhaus: Na, dann sind wir ja schon zu Zweit.

Wer die Zeit bis zum Topspiel der Zweiten Liga am Montag nutzen will: Verweise nochmal auf den Link des 75.000er-Spiels vom April 1997. Hertha empfängt den 1. FC Kaiserlautern im ausverkauften Olympiastadion. Ergebnis wird nicht verraten (und wehe einer von Euch gibt in den Kommentaren den Spielverderber) – der Klassiker in voller Länge.

P.S. Heute/Donnerstagmittag meldet Hertha unter dem Motto „In vier Tagen sehen wir Rot“ 12.032 verkaufte Tageskarten. Zuzüglich der 16.500 Dauerkarten-Inhaber liegt die erwartete Kulisse für die Partie bei 28.532.
Meine Einschätzung: Da geht noch was.

P.S.2 Wer bis hierhin gelesen hat, ertüchtigt seinen/ihren Körper mit fünf Liegestützen. Danke.