Luhukay will von einer Vorentscheidung gegen Lautern nichts wissen. Ben-Hatira und Hubnik liegen flach

(mey) – Einige von euch hatten ja bereits Mitleid mit demjenigen der Blog-Väter geäußert, der heute zum Training auf den Schenckendorffplatz raus musste. Bei Schneegestöber und Minusgraden konnte ich dieses Mitleid auch gebrauchen. Wer einen Eindruck davon haben möchte, wie das Training im Schneetreiben aussah –> hier. Die Kollegen der schreibenden Zunft frohen also, während Herthas Trainer Jos Luhukay seine Profis zum ersten Training der Woche bat.

Einsatz bei Ben-Hatira und Hubnik ist fraglich

Nicht mit dabei waren Änis Ben-Hatira und Roman Hubnik. Beide liegen mit Grippe flach. Ob sie für das Spitzenspiel am kommenden Montag gegen den 1. FC Kaiserslautern fit werden, ist noch offen.

Die Partie gegen die Roten Teufel wird mit Spannung erwartet. Nicht nur, dass es ein „Zweitligaspiel auf Erstliganiveau“ zu werden verspricht, wie Herthas Kapitän Peter Niemeyer es ausdrückte. Es könnte im Rennen um die Aufstiegsplätze auch schon eine Vorentscheidung fallen. Denn sollte Hertha gewinnen, hätten die Berliner ein beruhigendes Polster von 13 Punkten Vorspung vor Lautern auf Rang drei. Luhukay aber hat keine Lust von einer Vorentscheidung zu sprechen. Der Niederländer sagte heute:

„Lasst uns ganz ruhig bleiben und versuchen, das Spiel zu gewinnen. Wir denken nicht darüber nach, ob es eine Vorentscheidung wäre. Selbst wenn wir gewinnen, sind wir noch nicht aufgestiegen.“

Luhukay: „Die Leichtigkeit kommt zurück“

Damit hat Luhukay natürlich recht. Dennoch wäre Hertha bei elf ausstehenden Partien und 13 Punkten Vorsprung der Aufstieg wohl kaum noch zu nehmen. Lieber wollte Luhukay heute jedoch über die vergangenen drei Partien reden, bei denen sein Team zwar sieben von neun möglichen Punkten holte, aber spielerisch zumeist enttäuschte. Der 49-Jährige sagte:

„Natürlich müssen wir uns spielerisch noch verbessern. Aber ich habe nach der Winterpause nur ganz wenig gute Zweitligaspiele gesehen, was auch an den derzeitigen Platzverhältnissen liegt. Das soll für uns keine Ausrede sein. Aber wichtig ist, dass wir fast die maximale Ausbeute geholt haben. Damit bin ich hochzufrieden.“

Die Leichtigkeit, die Hertha zuletzt vermissen ließ, werde zurückkommen, so Luhukay. Entscheidend für die Partie gegen die Pfälzer sei am Montag, „dass wir wieder dominanter spielen wollen als zuletzt“.

Was glaubt ihr: Wäre ein Sieg im Olympiastadion gegen Kaiserslautern schon so etwas wie eine kleine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen? Tut Luhukay gut daran, noch nicht über derartige Szenarien zu sprechen? Und könnte es Hertha vielleicht sogar in die Karten spielen, dass es für Kaiserslautern schon um die letzte Chance geht, Hertha noch einmal gefährlich zu werden?

Morgen trainieren die Profis um 10 Uhr und um 15 Uhr. Am Freitag bitte Luhukay die Seinen um 10.30 Uhr auf den Schenckendorffplatz.