"Es ist besser effektiv zu sein, als in Schönspielerei zu sterben" – Kaiserslautern kommt ohne Idrissou

(ub) – Es war ein ruhiges Arbeiten. Draussen waren all‘ jene Profis im Einsatz, die beim 1:0 in Aalen nicht zur Startelf gehörten. Pierre-Michel Lasogga trainierte ebenso unter Anleitung von Cotrainer Markus Gellhaus wie Ben Sahar, Sandro Wagner, Roman Hubnik . . .

Peer Kluge spulte eine längere Laufeinheit mit Konditionstrainer Henrik Kuchno ab. Nach wie vor beschäftigt den Mittelfeldspieler sein angerissenes Band am rechten Sprunggelenk, die Blessur hat er sich im Regensburg-Spiel zugezogen. Kluge, der die Dienstreise nach Aalen Gelb-gesperrt auslassen musste, sagte heute Mittag:

Mein Knöchel schmerzt immer noch und ist etwas dick. Aalen war der erwartet schwere Gegner. Man hat gesehen, warum sie in der Defensive ähnlich gut sind wie wir, sie haben kaum etwas zugelassen. Alfredo Morales hat das gut gemacht auf meiner Position. Er hat sich nahtlos eingefügt. Aber das hatte ich auch so erwartet.

Mehr über das Zweitliga-Debüt von Alfredo Morales findet Ihr in der Montagsausgabe der Morgenpost

Trainer Jos Luhukay lag fiebrig im Bett. So stellte sich der Kapitän im Medienraum den Journalisten. Außerdem standen Marcel Ndjeng und John Brooks Rede und Antwort. Kapitän Peter Niemeyer sagte . . .


Wir haben fast das Maximale aus den ersten drei Spielen des Jahres geholt. Es ist besser effektiv zu sein, als in Schönspielerei zu sterben. Aalen hat sich als sehr kompakter Gegner präsentiert. Der Platz war ein Handicap für uns. Aber wir haben es nicht nötig, Ausreden zu suchen. Jetzt im Spätwinter sind Resultate wichtig. Wir sollten nicht zu lange über darüber nachdenken, wie sie zustande kommen.

Zur Aufstellung mit Alfredo Morales (zuvor null Zweitliga-Minuten) und Marvin Knoll (seit dem 12. August 2012 nicht mehr in der Startelf) sagte Niemeyer:

Das ist nicht nur für Euch draußen überraschend, auch uns überrascht der Trainer immer mal wieder mit seiner Aufstellung. Das ist ganz gut, da schläft man nicht ein bei der Mannschaftsbesprechung (grinst). Er schaut auf die Trainingsleistungen, auf den Platz, den Gegner und entscheidet sich für die Aufstellung, von der er hofft, dass sie Erfolg bringt.

Montag und Dienstag hat die Mannschaft frei. Weiter geht’s auf dem Schenckendorff-Platz am Mittwoch um 14.3o Uhr.

Ihr habt es mitbekommen: Mohamadou Idrissou, Torjäger des 1. FC Kaiserslautern, wurde beim 0:0 des FCK beim MSV Duisburg mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Damit ist der beinharte Stürmer, der sich im Hinspiel ein XXL-Duell mit Maik Franz geliefert hatte, am Montag in Berlin gesperrt.

Vorteil oder Nachteil für Hertha? Immerhin hat Lautern mit Albert Bunjaku (acht Saisontore) einen weiteren Bundesliga-erfahrenen Stürmer im Aufgebot. Und im Winter mit dem österreichischen Nationalspieler Erwin Hoffer (kam von Eintracht Frankfurt) nachgerüstet.

Eure Meinung zum Umgang bei Hertha mit dem Aalen-Spiel? Und was erwartet Hertha im FCK-Sturm?