Ein Freund, ein guter Freund . . . sind Fan-Freundschaften noch zeitgemäß?

(ub) – Allmählich nähern wir uns der 1000. Ausgabe dieses Blogs. Und dieses Thema schimmert immer mal wieder durch: Fanfreundschaften. Einige nervt es, anderen wird viel zu wenig davon Notiz genommen. Einer von Euch hat sich Gedanken gemacht. Über Sympathien. Wie die sich ausdrücken. Wozu das führt. Und wie sie sich ändern. Nicht zu vergessen die andere Seite der Medaille: Abneigungen gegen andere Verein. Tusch, Trommelwirbel – sein Debüt auf der Immerhertha-Bühne gibt @teddieber.

(@teddieber) – Reden wir über Freundschaft. Fanfreundschaft. Einige sagen, dass die einzig wahre Freundschaft die zum Karlsruher SC ist. Andere meinen mit der Formulierung Fanfreundschaft immer noch Union. Ich bezeichne diese Jungs mal als Romantiker – und schließe mich dabei mit ein. Ja, ich bin immer noch mit Union verbunden. Bei dem letzten Spiel gegen den KSC sah die Choreo im Olympiastadion wirklich nett aus. Doch dachte ich mit Wehmut an die Hertha- und Union-Gesänge. So geht es auch meinen älteren Kollegen die heute noch in die Försterei gehen.

Wie man anhand des Fotos sehen kann, war ich mal stolzer Träger dieses Aufnähers an meiner „Kutte“ (Foto: @teddieber). Der war damals richtig teuer. Womit wir bei der Frage sind: Warum fühlt man sich einigen wenigen anderen Klubs verbunden? Bei mir war es ein sehr guter Freund, der Bayern Fan war. Wir gingen zusammen zu zu Hertha und irgendwie erklärte ich mich solidarisch mit ihm. Hält eine Fanfreundschaft fürs Leben? Heute gucke ich mit Respekt auf das, was Uli Hoeneß in München geschafft hat. Aber das war es dann auch. Fühle ich mich mittlerweile noch einem anderen Klub verbunden? Verbunden ist ein falscher Ausdruck. Ich freue mich wenn Union erfolgreich ist. Ansonsten bin ich pragmatisch, wenn ich Fußball im Fernsehen schaue: Ich hoffe auf ein schönes Spiel. Beim Europa-Pokal bin ich Patriot und hoffe auf die deutschen Teams, egal wie sie dann heißen. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Welcher Verein ist ein „no go“? Sind es die Gelsenkirchener aus dem Ortsteil Schalke, der FC Köln oder ist es in der Neuzeit Fortuna Düsseldorf geworden? Mit dem Begriff „Feindschaft“ kann ich nicht viel anfangen. Aber ja, ich habe gegen manche KLubs eine Abneigung. Bei Schalke fällt mir der Bundesliga Skandal. Beim 1. FC Köln muss ich an die Final-Niederlage im Pokal denken und daran, dass „Ete“ Beer anschließend wie ein Rohrspatz gemeckert hat. Keine Ahnung, warum, aber ich mag diesen Verein einfach nicht. Der 1. FC Kaiserslautern ist auch so ein Fall. Das geht auf die alten Betzenberg Zeiten zurück. Wenn der Schiedsrichter wieder mal gefühlte 10 Minuten länger spielen ließ Fortuna Düsseldorf ist für mich auch ein komischer Verein – da kann „meine“ Band, die Toten Hosen, sich noch so anstrengen. Fanfreundschaft, Fanfeindschaften – wenn ich mal in eine Gruppe Hertha-Fans komme, die singen, mache ich nur bei Liedern mit, die sich nicht gegen einen anderen Verein wenden. Weil für mich letztlich nur nur der einzig wahre Berliner (0,1% Weddinger ) Verein zählt . . .