Luhukay belohnt seine Siegertypen

(mey) – Es ist als die größte Form der Belohnung zu verstehen, dass Herthas Cheftrainer Jos Luhukay am Sonntag darauf verzichtete, seine Mannschaft für das obligatorische Auslaufen durch das Schneegestöber über den Schenckendorffplatz zu scheuchen. Nach dem beherzten Auftritt beim letztlich nicht unverdienten 1:0-Auswärtserfolg in Paderborn hat der Niederländer seinen Spielern zwei Tage frei gegeben. Luhukay sagte gestern nach der Partie:

„Das ist eine Belohnung. Auch wegen der Anstrengungen in der englischen Woche. Jetzt hat die Mannschaft eine Verschnaufpause.“

Das Team hat sich diese zwei Tage aus meiner Sicht verdient. Zwar war es spielerisch nicht das Beste, was Hertha gegen Paderborn angeboten hat. Aber das ist unwichtig. Entscheidend ist doch, dass die Berliner nunmehr zu einer Mannschaft gereift sind, die solche „dreckigen“ Spiele (O-Ton Manager Michael Preetz) trotzdem gewinnt. Dazu gehört Siegertypen-Mentalität. Gestern war diese zu sehen.

Oder wie seht ihr das?

Luhukay erklärt Hollands Herausnahme

Vor der Partie hatte ich fälschlicherweise vermutet, dass Luhukay wieder auf Fabian Holland zurückgreifen würde, nachdem er den 22-Jährigen gegen Cottbus draußen gelassen hatte. Tja, da lag ich falsch und eine Reihe anderer Kollegen auch. Der Trainer erklärte gestern seine Maßnahme mit folgenden Worten:

„Fabian hat natürlich eine Vielzahl an Spielen gemacht. Nach seinem Ausfall ist er zurückgekommen und hat zwei Spiele nicht so glücklich gespielt, oder an seine Leistung anknüpfen können. Das ist auch ganz normal. Das kann auch demnächst mal John passieren. Junge Spieler sind manchmal gut und stark, und manchmal bleiben sie stehen, oder fallen auch mal zurück. So etwas erwarte ich auch ein bisschen. Deshalb habe ich John in der Englischen Woche nicht in Aue spielen lassen. Deshalb ist es auch kein Problem, wenn Fabian mal ein, zwei Spiele nicht dabei ist. Die Spieler wie Fabian oder John haben einen guten Weg eingeschlagen, machen eine gute Entwicklung, und deshalb sehe ich da auch positiv der Zukunft entgegen.“

Wie hat euch gestern Hollands Vertreter Felix Bastians gefallen? Ich fand ihn in der Vorwärtsbewegung gut, nach hinten hatte er noch ein paar Schwächen. Mit seiner Größe ist er nicht der wendigste Spielertyp. Aber durch seine Robustheit hat er Hertha gegen die bisweilen überhart einsteigenden Paderborner gut getan. Ich bin mal gespannt, wie der Konkurrenzkampf links in der Viererkette weiter geht. Was glaubt ihr: Ist Bastians vorerst an Holland vorbeigezogen?

Morgen ist trainingsfrei. Am Dienstag geht es dann für die Hertha-Profis um 14.30 Uhr weiter auf dem Schenkendorffplatz. Ub wird vor Ort sein und freut sich über Unterstützung von eurer Seite.

@catro69: Traust du dich bei diesem Wetter vor die Tür?

So war das damals

Als kleines Geschenk zum 2. Advent gibt es heute von mir einen Youtube-Link. Fragt mich nicht warum, aber nach der Rückkehr aus Paderborn gestern Abend habe ich mir das angesehen. Das Highlight wartet ab Minute 13.51. –> hier

Euch einen schönen Abend.