Luhukay löst das Rätsel des Hubnik-Wechsels

(ub) – Als hätte ich es geahnt. Bin heute nach dem Auslaufen und der Hertha-Pressekonferenz noch rasch beim Reifenhändler meines Vertrauens vorbei, Winterreifen aufziehen lassen. Dabei stellt sich heraus, dass der Inhaber vom Reifen-Center Jahn Trainer der E-Jugend von Schwarz-Weiss Spandau ist. Worüber haben wir also geredet . . .

Und was pladdert am Nachmittag in Moabit vom Himmel? Schneeregen. Eigentlich sollten die Reifen mit Blick auf die sinkenden Temperaturen zum Wochenende und die anstehende Dienstreise nach Cottbus gewechselt werden. Bitt’schön, der Herr, heute schon Glück gehabt. Über das Spiel am Montag im Stadion der Freundschaft reden wir am Wochenende. Fand heute auf der Pressekonferenz interessant, wie Trainer Jos Luhukay seine Wechsel gegen den 1. FC Köln (1:1) begründet hat. Ihr hattet das Thema ja ebenfalls angefragt (Foto: ub).

Also, die Idee war, die Partie, in der sich abzeichnete, dass aus dem Spiel heraus wohl nix durchschlagendes mehr passieren würde, doch noch zu gewinnen. Jos Luhukay:

„Die Mannschaft ist unglaublich willig, sie viel unglaublich viel. Aber manchmal geht sie in ein zu hohes Tempo. Dann fehlt es an Ballsicherheit. Und dann verliert man die Sicherheit. Die Mannschaft will zu häufig mit direktem Spiel, mit Klatschen lassen, vor das gegnerische Tor kommen. Manchmal wird das zu schnell forciert. Dann wäre es besser, etwas zu warten, bis der Mitspieler in einer besseren Position ist, um ihn anzuspielen. Die Mannschaft investiert viel, aber wir brauchen etwas mehr Ruhe am Ball . . . Es ist für jede Mannschaft schwer, sich gegen einen tiefstehenden Gegner (gemeint ist Köln/ Anm.d.V.) durchzuspielen. Dann braucht man mal eine Standardsituation. Deshalb habe ich in der letzten Viertelstunde Roman Hubnik dazugebracht. Weil nach zehn, 15 Minuten in der zweiten Hälfte spielerisch nichts mehr gelang, hatte ich die Hoffnung, dass wir mit unserer Lufthöhe etwas ausrichten können. Sandro Wagner, Peter Niemeyer, John Brooks und Roman, das sind vier Spieler über 1,90 Meter. Aber wir haben in der letzten Viertelstunde keine Freistöße oder Eckbälle gehabt, mit denen wir hätten das Spiel durchbrechen können. Das ist schade.“

Leuchtet Euch die Wechsel-Strategie vom Trainer ein?

Lustenberger will mehr Niederlagen

Eine interessante Idee warf Fabian Lustenberger nach dem Auslaufen in die Runde. 14 Spiele ohne Niederlage seien schön und gut (neun Siege, fünf Remis). „Aber wir spielen etwas zu oft unentschieden. Statt zweimal remis zu spielen, sollten wir lieber einmal gewinnen und einmal verlieren.“

Rechnerisch ist das sauber. Aber mir gefällt die Serie eigentlich. Weil sie der Mannschaft Selbstvertrauen gibt. Aber Rechen-Füchse kommen vielleicht mit mehr Niederlagen schneller zum Aufstiegsziel. Was ist Eure Meinung?

P.S. Peter Niemeyer blieb heute in der Kabine, Fahrrad fahren. Der Trainer hofft auf seinen Einsazt. Ronny hat einen Schlag aufs Knie bekommen und wird intensiv behandelt. Ob er am Montag spielen kann, ist noch offen.

P.S.2 Denkt an die Winterreifen