Ronny meldet sich zurück

(ub) – Nein, er will sich nicht in die Karten schauen lassen. Jos Luhukay dribbelt: Ja, Marcel Ndjeng sei eine wahrscheinliche Variante. Aber Fabian Lustenberger habe ja auch bereits einen guten rechten Außenverteidiger gespielt (beim 2:1 gegen Union). Das Pressegespräch für die Partie am Sonntag bei Erzgebirge Aue brachte also keine neuen Erkenntisse, wer den an der Schulter operierten und für zehn Wochen ausfallenden Peter Pekarik ersetzen wird.

Insofern können wir nun weiter im Kaffeesatz rühren obin der Folge der notwendigen Umstellung

– Ben Sahar die Ndjeng-Position im rechten Mittelfeld übernimmt oder

– Hubnik den Lustenberger-Job in der Innenverteidigung.

Ein Gedanke bei den Umbauten wird sein, dass die neue Lösung vor allem hinten rechts für die ausstehenden Partien bis Weihnachten taugen soll (Aue, Köln, Cottbus, Paderborn, FSV Frankurt).

Vom Geheimtraining am Nachmittag teilte Hertha mit, dass Ronny das komplette Programm mitgemacht habe. Hört sich so an, dass der Brasilianer am Sonntag spielen kann. Zum Trainingsbericht auf der Hertha-Homepage geht es hier.

Wie ist das mit Hertha und den Ost-Klubs?

Mit Blick auf den Spielplan fragte heute ein Kollege in der Redaktion: Wie kommt Hertha eigentlich gegen Ost-Klubs zurecht?

Habe zunächst gestutzt. Was ist heute politisch korrekt und was nicht. Aber man darf von Ostklubs sprechen, oder? Auch wenn dort Profis aus vielen verschiedenen Nationen unterwegs sind: Ich finde, dass Hertha bei Gegnern aus dem Osten jedesmal ein hartes Stück Arbeit erwartet. Das war im Derby gegen Union so (2:1). Das war beim 1:0 gegen Dynamo Dresden so. Jetzt geht es in den nächsten beiden gegen Auswärtspartien nach Aue und achte Tage später zu Energie Cottbus. Egal, ob es gegen Hansa Rostock ging, gegen Rot-Weiß Erfurt (im DFB-Pokal im November 2011), erinnere jeweils Teams, die über ihre Physis kamen, eher mannschaftlich geschlossen als mit Individualisten bestückt, Fußball wird direkt und eher schnörkellos gespielt.

Auch aus der Vergangenheit fallen mir diverse Hertha-Auftritte ein, in denen sich die Mannschaft im Osten regelmäßig schwer getan hat. In günstigen Fall gab es einen 1:0-Siegtreffer wie von Rob Friend in Cottbus. Im ungünstigen Fall musste Hertha-Trainer Jürgen Röber seinen Posten räumen nach einem 0:1 eben auch in Cottbus (im Februar 2002). Mir fällt indessen kein Kantersieg ein, so wie ihn Hertha jüngst in Sandhausen (6:1) oder in der Zweitliga-Saison zuvor in Aachen (5:0) oder Karlsruhe (6:2) hingelegt hat.

Was ist Eure Prognose, wie wird sich Hertha im Erzgebirge aus der Affäre ziehen? Auf was muss Trainer Jos Luhukay seine Mannschaft einstellen? (Und was ist die Click-Show zum Thema? )

Wünsche allen ein schönes Wochenende.