Pekarik fällt lange aus, Franz zurück im Training

(mey) – Die Ahnung, dass Hertha den völlig verdienten Sieg gegen St. Pauli gestern Abend teuer bezahlen würde müssen, bestand schon kurz nach dem Spiel. Rechtsverteidiger Peter Pekarik, der nicht nur das späte Siegtor von Ben Sahar vorbereitet hatte, sondern an dem Erfolg auch mit einer Abwehraktion auf der Torlinie kurz vor Schluss maßgeblich beteiligt war, verletzte sich schwer an der Schulter. Das Gelenk war ausgekugelt und musste noch in der Nacht unter Narkose wieder eingerenkt werden.

Heute bekam Hertha die bittere Gewissheit: Der Slowake wird den Berlinern mindestens bis Jahresende fehlen. Schon morgen wird Pekarik in München operiert. An dieser Stelle: Gute Besserung, Peter!

Sein Trainer Jos Luhukay sagte heute dazu:

„Es ist unglaublich schade, dass uns Peter mit seiner tollen Einstellung nun wegbricht. Er hat uns zuletzt große Stabilität gegeben.“

Ndjeng ist die erste Alternative

Das ist nicht nur bitter für den Spieler selbst, der in den vergangenen Wochen ein echter Stabilisator in der Viererkette war. Auch Luhukay hat nunmehr Personalsorgen. Denn Christoph Janker, Herthas etatmäßige Alternative rechts hinten, laboriert immer noch an seinen Leistenproblemen. Zwar lief Janker heute seine Runden auf dem Schenckendorffplatz, doch ein Einsatz vor Ende der Hinrunde ist nahezu ausgeschlossen. Janker sagte:

„Ich habe immer noch Schmerzen. Ich muss jetzt step für step weitersehen.“

Da Janker also nicht zur Verfügung stehen wird, wird Luhukay im kommenden Auswärtsspiel in Aue am Sonntag aller Voraussicht nach Macel Ndjeng aus dem Mittelfeld zurück in die Abwehr beordern. Der Trainer sagte heute:

„Marcel hat diese Position schon erfolgreich gespielt. Uns bleiben zur Zeit nicht mehr allzu viele Alternativen.“

Rückt Sahar in die Startelf?

Rückt Ndjeng tatsächlich zurück in die Abwehr, könnte der Siegtorschütze vom Montag, Ben Sahar, womöglich in Aue sogar zu seinem Startelfdebüt bei Hertha kommen.

Apropos Sahar: An dieser Stelle noch eine kleine Leseempfehlung für die morgige Ausgabe der Morgenpost.

Was haltet ihr von der Rochade? Ndjeng auf rechts hinten und Sahar davor?

Franz zurück im Lauftraining

Eine gute Nachricht habe ich aber noch für euch: Heute lief Maik Franz zum ersten Mal seit acht Wochen wieder auf dem Schenckendorffplatz seine Runden. Das Mannschaftstraining kam nach seiner Schulterverletzung natürlich noch zu früh, aber er sagte uns, dass alles nach Plan laufe:

„Ab Januar gebe ich dann wieder Vollgas.“

Das wars für heute. Morgen haben die Herren frei. Am Donnerstag geht es dann auf dem Schenckendorffplatz weiter. Bitte entschuldigt die Verspätung heute. Sie hat sich allerdings gelohnt (Stichwort: Sahar-Geschichte in Mittwoch-Ausgabe der Morgenpost). Einen schönen Abend.