Brooks ist dabei, Beichler erleidet Muskelfaserriss

(mey) – Wenn Hertha morgen Abend den FC St. Pauli im Olympiastadion empfängt, dann treffen zwei Mannschaften aufeinander, die schon seit einer geraumen Zeit nicht mehr verloren haben. Die Berliner sind seit 11 Spielen ungeschlagen und haben in dieser Saison noch überhaupt kein Heimspiel verloren. Die Hamburger, die bekanntlich mehr als mäßig in die Spielzeit gestartet waren, haben seit dem Amtsantritt von Michael Frontzeck am 10. Spieltag ebenfalls keine Pleite mehr einstecken müssen.

Frontzeck ist es gelungen, aus vier Partien immerhin acht Punkte zu holen. Damit führte er sein Team von Platz 17 bis auf Rang elf. Luhukay wird schon gar nicht mehr wissen, wie sich eine Niederlage anfühlt. Seit dem zweiten Spieltag ist seine Truppe ungeschlagen, muss aber in der Tabelle aufpassen, nicht den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Braunschweig marschiert beängstigend konstant weiter und hat nun acht Punkte Vorsprung. Darüber hinaus hat Kaiserslautern Hertha durch den Sieg gegen Cottbus vorerst von Platz zwei verdrängt. Den gilt es sich morgen wiederzuholen. Und deshalb appelliert Luhukay an seine Mannschaft:

„Wir müssen an die gute Leistung in Sandhausen anknüpfen. Wir müssen wieder die absolute Zielstrebigkeit und Durchschlagskraft zeigen.“

Als mahnendes Beispiel nannte Luhukay das Heimspiel gegen Ingolstadt, als Hertha zwar über weite Strecken überlegen war, aber dennoch nicht zu einem Torerfolg kam. Auch Kapitän Peter Niemeyer warnt seine Mitspieler, wieder die nötige „Leidenschaft“ an den Tag zu legen –> hier unsere kleine Geschichte aus der Morgenpost.

Zielscheibe Ben-Hatira

Wieder verzichten muss Hertha auf Änis Ben-Hatira, der bekanntlich immer noch an der komplizierten Knöchelverletzung im rechten Fuß laboriert. Die Kollegen des Berliner Kuriers spekulieren, dass ÄBH in vielen Spielen gezielt „kaputtgetreten“ wird –> hier. Da könnte etwas dran sein. Allerdings ist es auch seine auf Ballbesitz angelegte Spielweise, die ihn immer wieder zur Zielscheibe machte.

Oberschenkelzerrung auskuriert

Doch es gibt auch eine positive Nachricht: Nachdem John Anthony Brooks mit einer leichten Oberschenkelverletzung von der Länderspielreise mit der U20 nach Polen zurückgekehrt war und das Training am Freitag ausfallen lassen musste, konnte der 19-Jährige gestern und heute wieder voll trainieren und wird aller Voraussicht nach gegen St. Pauli wieder in der Startelf stehen.

Ich denke, dass wird den Herthanern guttun. Hatten sich Fabian Lustenberger und Brooks in den vergangenen Partien doch außerordentlich gut eingespielt.

Beichler erneut mit Rückschlag

Brooks ist zwar wieder fit, dafür wird Hertha in den kommenden zehn bis 14 Tagen wieder auf Daniel Beichler verzichten müssen. Der Österreicher zog sich heute bei der 0:1-Niederlage von Herthas U23 gegen Carls-Zeiss Jena einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu. Das ist insofern bitter, weil sich Beichler ja gerade erst wieder an die Mannschaft herangekämpft hatte. Gute Besserung an dieser Stelle!

Für St. Pauli war Beichler noch nicht eingeplant. Hier der Kader: Kraft, Burchert; Kluge, Ndjeng, Ronny, Ramos, Brooks, Allagui, Holland, Niemeyer, Wagner, Sahar, Schulz, Mukhtar, Pekarik, Lustenberger, Hubnik, Bastians.

Ich gehe von folgender Aufstellung gegen die Hamburger aus: Kraft – Pekarik, Lustenberger, Brooks, Holland – Ndjeng, Kluge, Niemeyer, Ronny, Schulz – Ramos

Würdet ihr anders aufstellen? Und wen würdet ihr als erste Alternative im Sturm bringen: Wagner, Allagui oder doch einmal Ben Sahar?

66% von euch gehen von einem knappen Sieg der Herthaner morgen Abend aus. Der Meinung bin ich auch. Pauli ist gefährlich, auch wenn Frontzeck große Personalsorgen hat. Sein bester Stürmer, Daniel Ginczek, der von Borussia Dortmund ausgeliehen ist und schon fünfmal getroffen hat, wird trotz Blessuren wohl dabei sein. Auf den Jungen muss Herthas Hintermannschaft besonders aufpassen.

Ich bin gespannt, was die Berliner morgen zeigen. Euch einen schönen Abend.

Ps: Wen es interessiert, auf Herthas Vereinshomepage gibt es ein Interview mit dem Ex-Herthaner Florian Kringe –>hier