Luhukay trotzt dem Gerede "ab jetzt unschlagbar": Wenn ihr mir das um die Ohren haut, ist mir das egal

(ub) – Pressekonferenz zur Partie bei MSV Duisburg: Auf dem Podium wie immer Trainer Jos Luhukay, Manager Michael Preetz und Mediendirektor Peter Bohmbach. 1002 Fans begleiten die Mannschaft am Montag in den Westen. Die Botschaft vom Trainer:

Soweit sind alle Spieler wieder mit. Nur bei Peter Niemeyer müssen wir das Abschlusstraining am Sonntag abwarten und entscheiden, ob es Sinn macht.

Der Kapitän hat sich in der Partie gegen Dynamo Dresden (1:0) eine Außenbanddehnung am Knie zugezogen. Seine und meine Wege haben sich während des Trainings gekreuzt. Niemeyer war gelaufen und hatte mit Konditionstrainer Henrik Kuchno Stabilisierungsübungen gemacht. Dann verließ Niemyer, dick mit einem Kynesioband an der Wade dekoriert und sagte:

„Beim Laufen und den Übungen hat sich alles gut angefühlt. Jetzt muss ich schauen, ob es morgen eine Reaktion auf die Belastung gibt.“

Will sagen: Roman Hubnik und Adrian Ramos, beide am Mittwoch nicht im Einsatz, mischten heute im Training – beobachtet von einer kleinen immerhertha-Fraktion samt mitlesender Damen – munter mit.

Manager Michael Preetz (hier bei der Medienarbeit am Sky-Mikrophon /Foto: ub) sagte: „Duisburg ist ein unangenehmer Gegner. Aber klar, wir wollen dort gewinnen.“

Der Trainer war etwas genervt von der Diskussion ‚Ab jetzt sind wir unschlagbar.‘

Er habe vor Saisonbeginn gesagt, das die Mannschaft in der neuen Zusammenstellung zum Saisonbeginn etwas Zeit benötige. „Aber ab Oktober werden wir nur schwer zu schlagen sein.“ Das sei auf seinen vorangegangenen Stationen in Mönchengladbach und Augsburg auch so gewesen. Luhukay nahm die Medienvertreter direkt ins Visier:

Wir werden vielleicht auch im Oktober ein Spiel verlieren. Oder zwei oder drei. Aber ich hoffe, dass wir nur sehr schwer zu schlagen sind. Wenn ihr daraus macht ‚Wir sind unschlagbar‘, dann habe ich damit keine Probleme. Wenn es so ist, wunderbar. Dann bedeutet das, dass wir in der Erfolgsspur bleiben. Aber ich weiß auch, wie es läuft. Wenn wir im Oktober verlieren sollten, dann werdet ihr mir diese Ausage um die Ohren schlagen. Aber damit kann ich leben.“

Was meint Ihr: Richtige Antwort? Oder ist das der alte Trainer-Trick ‚Festlegungen immer in die Zukunft verschieben‘?

Wer sind Herthas Aufstiegsrivalen?

P.S. Die Aufstiegskonkurrenten präsentieren sich in unterschiedlicher Verfassung: Union hilft Herth mit dem 3:1 gegen den Zweiten, Cottbus. Auch der FSV Frankfurt strauchelt. 1860 München dagegen siegt. Dazu kommt morgen/Sonntag das Topspiel 1. FC Kaiserslautern-Eintracht Braunschweig. Zwischen wem wird das Aufstiegsrennen entschieden? Und muss Hertha noch ein Blick in den RÜckspiegel werfen, vonwegen 1. FC Köln und FC St. Pauli ? Tabelle hier Bei der Clickshow sind bis zu fünf Antworten möglich.

P.S. 2 @egmonte hat bei Herthaunser.de zur Feder gegriffen, seinen neuesten Eintrag findet Ihr hier

P.S.3 Allen, die morgen beim Berlin-Marathon an den Start gehen mein Respekt, wünsche ein tolles Rennen.