Herthas wichtigste Transfers gehen gut auf

(ste) – Nur 13 Spieler auf dem Platz, wenige Tage vor dem Start in die zweite Phase der Liga am Sonntag gegen Aalen. Müssen man sich Sorgen machen um Hertha? Wohl nicht, morgen sollte es deutlich voller sein, denn heute fehlte ein Teil der Spieler, weil Laktattests angesagt waren. Zudem kehren die verletzten Kluge und Ben-Hatira wohl zurück, außerdem werden die drei WM-Quali-Spieler erwartet. Somit dürfte auch Zugang Peter Pekarik zum ersten Mal beim Training der Hertha zu sehen sein, in welcher Form, hängt von heute Abend ab.

Wenn er spielt, dann wird er nur auslaufen. Ansonsten trainiert er am Nachmittag mit der Mannschaft, sagt Trainer Jos Luhukay.

Zu sehen dürfte er also in jedem Fall sein auf dem Gelände. Ein Trainingseinsatz von Ben Sahar ist dagegen eher wahrscheinlich, musste er doch schon gegen Aserbaidschan zuschauen. Nun treffen die Israelis auf die Russen. Zu dem Angreifer, der als einziger der neuen Spieler von Hertha noch keine Einsatzminute zu verzeichnen hat, dass dieser für ihn jetzt erst seine Vorbereitung abgeschlossen habe:

Er war letzte Woche sechs Wochen dabei, und ich habe immer gesagt, bevor ein Spieler spielt, muss er die körperliche und konditionelle Voraussetzung dafür haben.

Luhukay reagierte etwas unwirsch auf Fragen nach Sahar, der sich ja etwas beschwert hatte (Luhukay: „Das ist überhaupt kein Problem, dass ein Spieler enttäuscht ist, verstehe ich.“) und witterte typisches Vorgehen der Presse, er wollte sich auch nicht darauf einlassen, die Zugänge ein wenig bilanzierend nach den ersten fünf Spielen, inklusive Pokal, einzuordnen.

Soll ich jetzt zu jedem eine Erklärung abgeben? Wir haben jetzt zwei positive Spiele hinter uns, und hoffentlich sind am Mittwoch wieder alle da. Dann wollen wir weiter erfolgreich sein.

Trotzdem, es ist schon interessant, mal zu schauen, wie die neuen Spieler (dazu zähle ich auch die zuvor ausgeliehen, sofern sie schon zum Kader gehörten in dieser Saison), sich in den ersten Partien geschlagen haben. Da ist Marcel Ndjeng der einzige in der ganzen Mannschaft, der bisher alle Ligaspiele absolvierte. Da ist Wagner nicht nur der beste Torschütze mit drei Treffern, er hat auch den besten Kickernoten-Durchschnitt des Teams, der mit 3,0 natürlich noch deutlich ausbaufähig ist. Allagui wiederum ist der beste Scorer mit zwei Treffern und zwei Vorlagen – und steht dennoch in der Kritik des Trainers. Insgesamt scheint die Transferpolitik von Hertha jedenfalls aufzugehen, die erfahrenen Neuen spielen wichtige Rollen.

Ein kleiner Nachtrag an dieser Stelle zum Perdedaj-Text, der heute im Blatt steht. Bezüglich der Rückkehrmodalitäten ist selbst für den Spieler noch einiges unklar.

Man weiß nicht, was passiert, sagt Perdedaj.

Er würde zwar gern zurückkommen, der Trainer habe allerdings noch nicht mit ihm darüber gesprochen, ob er wieder zurückkehren darf. Gut, es ist ja auch noch Zeit bis zum Ende der Saison.