Mehr Vertrauen zwischen Team und Trainer dank des Derbys

(ste) – Der Freitag hätte ja ein Tag für Herthaner sein können, so richtig wurde er es aber nicht. Last-Minute-Zugang Peter Pekarik spielte mit der Slowakei in Litauen 1:1, Ben Sahar mit Israel in Aserbaidaschan ebenfalls. Im Unterschied zu Pekarik, der 90 Minuten auf dem Platz stand, durfte Sahar aber nur zuschauen. Das kennt er ja von Hertha zur Genüge.

Wie es aussieht, dürfte es der Israeli auch nicht leicht haben, bei Hertha einen festen Platz auf dem Platz zu bekommen. Mit dem Spiel gegen Union hat sich zwischen denen, die auf dem Feld standen, und dem Trainer sicher eine engere Bindung ergeben. Luhukay war froh, dass die Mannschaft erstmals so auftrat, wie er sich das vom Einsatz her wünscht.

Die Mannschaft hat für mich als Kollektiv ein Spiel abgeliefert, das sehr viel Mut gibt für die nächsten Aufgaben. Wir können noch mehr Freude erleben, wir wollen gern erfolgreich sein. Das geht nur über kollektives Verhalten der Mannschaft, das muss die Mannschaft spätestens am Montag auch selbst gespürt haben.

Vorher hatte die erste große Wutrede ja nicht gefruchtet und wurde mit dem Pokal-Aus in Worms quittiert. Die nächste Ansage unter der Woche vor dem Union-Spiel scheint nun besser angekommen zu sein. Der Lernprozess der Mannschaft, die ja unter dem Niederländer vieles anders machen muss, schreitet voran, die Spieler sehen, dass es funktioniert, was Luhukay predigt. Ein wichtiger Schritt ist damit vollzogen. Wird der Rest nun leichter?

Einfacher will ich nicht sagen. Wir wussten vor der Saison, dass es schwer wird, weil wir eine andere Strategie gehen müssen, weil wir das Spiel ständig bestimmen müssen oder die Initiative bekommen. Dann muss man den Gegner zu Fehlern zwingen, über das Pressing, aber auch über das Kombinations- und Spielvermögen. Das ist der letzte Schritt zum Erfolg, das müssen wir uns von Spieltag zu Spieltag erarbeiten. Solche Spiele wie gegen Union bringen da Fortschritte. Ich denke, das Vertrauen ist jetzt größer. Dann können die Spieler auch schneller an ihr bestes Level kommen. Da profitieren wir als Mannschaft von.

Der Trainer wirkt also zufrieden ob der wichtigen Erkenntnisse aus dem Derby. Aus dem Spiel gegen den Landesligisten in Stahnsdorf sind wohl nur schwer welche zu ziehen. Wie gestern schon leise angekündigt, wird es heute von unserer Seite leider keinen Liveticker geben. Wer dort ist, kann das gern über Kommentare abfangen.