Luhukay kündigt einige Wechsel für Herthas Pokal-Spiel in Worms an, "aber nicht als Strafe"

(ub) – Hier und jetzt sind die Trainer-Versteher gefragt. Uns Journalisten geht es wie Euch, wir sind noch dabei Jos Luhukay kennenzulernen. Wie ist das, was er sagt, zu verstehen? Nach seinen Donnerwetter-Auftritten am vergangenen Sonntag und Montag hat der Hertha-Trainer bei der Aufstellung für das Pokal-Spiel bei Viertligist Wormatia Worms am Sonntag einige Wechsel angekündigt:

„Es kann sein, dass die eine oder andere Veränderungen vorgenommen wird. Aber seht das nicht so, dass der eine oder andere Spieler mit dem Spiel am Sonntag seine Position verloren hat. Ich sehe das mehr unter dem Aspekt: Wir haben als Team in Frankfurt nicht das abgerufen, was in uns steckt. Am Sonntag in Worms will ich eine Mannschaft sehen, die als Kollektiv über 90 Minuten besteht. Es kann sein, dass es Änderungen gibt, aber das hat nicht nur mit dem Auftritt in Frankfurt zu tun.“

Die erste Änderung: Im Tor wird Philip Sprint stehen, den Hintergrund mit der Roten Karte für Sascha Burchert beim 1:3 gegen Frankfurt, haben wir bereits diskutiert. Die zweite Änderung ist ebenso klar: Maik Franz wird zum ersten Mal nach seinem Kreuzbandriss vom vergangenen Dezember ein Pflichtspiel bestreiten.

Aber damit wird es Luhukay nicht bewenden lassen. Ich hatte an Ben Sahar für die rechte Außenbahn im Mittelfeld gedacht. Der war unter der Woche in seinem 30. Länderspiel für Israel im Einsatz (1:1 gegen Ungarn). Doch der Trainer hat sich etwas kryptisch zu Sahar geäußert.

Ben hat bei seiner Nationalmannschaft 30 Minuten Einsatzzeit gehabt, er ist in der zweiten Hälfte eingewechselt worden. Ich hätte Ben unter der Woche lieber hier in Berlin gehabt. Wir haben eine intensive Woche hinter uns. Ben braucht die tagtägliche Training, um stärker zu werden und, um annähernd an seine Bestform zu kommen. Aber da müssen wir uns noch etwas gedulden. Es ist schon so, dass er einsatzfähig ist. Er könnte eine Alternative für Sonntag sein.

Ein weiterer Kandidat für die Außenbahn ist Nikita Rukavystsya, den ich allerdings auf der linken Seite erwarte, dort wo Knoll gespielt hat.

Immerhertha plädiert für: Systemwechsel jetzt

Zum Vergleich Hertha Startelf gegen den FSV Frankfurt (Taktik: 4-2-3-1) :

Burchert – Ndjeng, Hubnik, Brooks, Schulz – Niemeyer, Ronny – Ramos, Ben-Hatira, Knoll – Allagui.

Mein Vorschlag für Worms ist ein Systemwechsel zum 4-4-2. Und fünf Änderungen:

Sprint – Ndjeng, Franz, Brooks, Schulz – Niemeyer, Lustenberger – Ben-Hatira, Rukavytsya – Wagner, Allagui.

Aber da sind noch einge andere Varianten möglich. Euer Auftritt als Luhukay-Versteher, bitte: Was wird der Hertha-Trainer ändern? Warum? Geht es um Rotation light? Oder Rotation heavy? Und was wird Luhukay, auch mit Blick auf das Zweitliga-Spiel danach gegen Jahn Regenburg, belassen?

P.S. Wer von Euch bei Twitter unterwegs ist, bin da nun auch vertreten unter @ubremer1