Trainingslager III: Eiskaltes vom Sonntagstraining

(ub) 10.45 Uhr Einen schönen Sonntag aus dem Burgenland. Das Thermometer in Stegersbach zeigt 15 Grad, die Sonne kämpft sich durch die Wolken. Die Mannschaft hat heute 30 Minuten später als sonst begonnen, um 10.30 Uhr hat Trainer Jos Luhukay zur Arbeit geben. Alle 28 Feldspieler absolvieren das Aufwärmprogramm von Trainer Markus Gellhaus. Kondiditionstrainer Henrik Kuchno nimmt sich der drei Torwarte an. Stabilisationsübungen mit Deuser-Gymnastikband (gibt es das noch?).

10.52 Uhr Das halbe Präsidium hat sich in Österreich eingefunden. Präsident Werner Gegenbauer ist da, sowie die Präsidiumsmitglieder Michael Ottow und Marco Wurzbacher. Mittlerweile sind auch 15 Fans aus Berlin vor Ort, sie waren gestern bereits im benachbarten Gleisdorf beim 3:2 gegen Norwich City.

11.05 Uhr Alles hört, einer spricht: Trainer Luhukay teilt mit, wie er das mit der Ballannahme und dem Pass sehen will. (Fotos: ub)

Stimmt gar nicht. Einige laufen auf dem Nebenplatz aus:

. . . Marvin Knoll (von links), Alfredo Morales, Elias Kachunga und John Brooks.

11.15 Uhr @Ivo, dass jetzt auch der Hamburger SV in das Buhlen um Raffael eingestiegen ist, war heute in der Morgenpost zu lesen . Im Moment steht Raffael auf dem Platz und wird bei den technischen Übungen vom Trainer gelobt: „Sehr gut Raffa, so soll es sein.“

11.23 Uhr Trainer Luhukay ordnet drei Minuten Pause an: „Alle ordentlich Trinken.“

11.30 Uhr Komplizierte Trainingsform auf kleinem Feld und zwei Tore: Gelb spielt gegen Rot, je acht Spieler. Außen stehen acht weitere Spieler ohne Leibchen, die jeweils bei der ballführenden Mannschaft sind.

11.40 Uhr Marco Djuricn erzielt ein Tor, Applaus von den Zuschauern: Die Familie des österreichischen Junioren-Nationalspieler sitzt dort auf der Bank und feuert den Sohnemann an.

11.47 Uhr Hoppla, Änis Ben-Hatira wird von Peter Niemeyer rustikal attackiert und wälzt sich mit Schmerzen auf dem Boden. Mannschaftsarzt Dr. Uli Schleicher wird aktiv. Niemeyer entschuldigt sich, Ben-Hatira beisst auf die Zähne und steht wieder auf. Ganz schöner Konkurrenzkampf bei Hertha.

11.54 Uhr Trainingsende.

12.10 Uhr Eisbad statt Auslaufen. Drei Minuten im Wasser, das mit Eiswürfeln heruntergekühlt ist, sind gut für die Muskulatur und sollen das obligatorische Joggen nach der Einheit ersetzen.

Hier testen John Brooks (von links), Elias Kachunga und Alfredo Morales das eiskalte Wasser. Aber nur bis zur Hüfte in die Kälte . . .

. . . Marvin Knoll zieht das Trainingsshirt aus – nur die Harten kommen in den . . . – und taucht richtig ein.

„Hej, der Mann, der mit den Kameras spielt“, frotzeln die Kollegen aus dem benachbarten weißem Becken.

Aus der Rubrik ‚Eiskaltes zum Sonntag‘ haben wir noch dies:

Und um 17 Uhr geht es in Stegersbach weiter. Mit der Arbeit.

17.15 Uhr Ungeachtet der schönen Umgebung in Österreich, für die Mannschaft ist ein Trainingslager anstrengend. Aktuell gibt es ein heftiges Koordinationsprogramm.

Nein, es geht nicht um Synchronschwimmen, die Übungen fordern die Bauchmuskulatur . . .

. . . wer hier an Liegestütz denkt . . .

. . . liegt daneben. Jeweils ein Paar ’sägt‘ einen imaginären Baumstamm – eine Stabilisationsübung.

17.45 Uhr Hertha probt ein neues System: 4-3-4. Konditionstrainer Kuchno gibt die Zeichen: Vier Minuten laufen, abgestimmt in vier verschiedenen Gruppen nach der Herzfrequenz. Drei Minuten aktiven Erholung (= langsam Traben). Vier Minuten Laufen.

Und das ganze nochmal.

17.57 Uhr Physiotherapeut David de Mel füllt vor der Kabine das weiße Planschbecken und mehrere grüne Tonnen mit Wasser. Und vielen Eiswürfeln (siehe 12.10 Uhr)

18 Uhr Wem die Stunde schlägt. Die Kirchenglocken in Stegersbach tun es 18 Mal.

18.07 Uhr Trainingsende. Änis Ben-Hatira nimmt Raffael in den Arm, beglückwünscht er den Brasilianer, dass er durchgehalten hat? Die Spieler legen ihre Herzfrequenz-Gurte ab, Feierabend.