Luhukay geht ins Detail

(ste) – Nach etwas Funkstille geht es nun wieder weiter. Grundsätzliches passiert ist nicht in den vergangenen beiden Tagen, mal abgesehen vom Spiel gegen den FC Midtjylland (2:1) mit zwei Treffern von Elias Kachunga und der Terminierung der ersten acht Spieltage in der Zweiten Liga. Das erste Derby gegen Union findet, wie Ihr zweifelsfrei mitbekommen habt, am Montag, den 3. September, statt.

Bis dahin ist noch etwas Zeit, offenbar auch einiges zu tun. Jedenfalls verspürte Trainer Luhukay heute erhöhten Kommunikationsbedarf. Intensiv widmete er sich zunächst einer Spielvariante ohne Tore, es ging ihm darum, die technischen Fähigkeiten in Drucksituationen zu schulen. Kluge Entscheidungen sollten die Spieler treffen, wenn sie angegriffen werden, nach einfachen Auswegen aus schwierigen Situationen suchen. Luhukay musste einige Male eingreifen und die besseren Optionen aufzeigen, weil die Spieler sie von selbst nicht gewählt haben.

Richtig in Fahrt kam er aber erst, als die Tore aufgestellt waren und die beiden Teams in Blau und Gelb richtig gegeneinander spielten. Tore fielen zwar, aber die wurden nicht gegeben. Einmal war die Hand bei Kachunga im Spiel gewesen, einmal hatte Maik Franz als derjenige, der in rotem Dress dem ballführenden Team zugeordnet ist, sich für die falsche Seite entschieden und den Ball eingeschoben – doch das zählte nicht.

Aber wie gesagt, auffällig war vor allem, dass der Trainer oft unterbrach, redete, sehr bestimmt übrigens, fast schon etwas erbost laut. Ihm gefielen einige Passwege nicht, auch nicht, wie die Spieler taktisch liefen. Zudem bemängelte er, dass die Profis untereinander zu wenig reden, sich gegenseitig choachen, nannte er es. Es wird interessant zu sehen, wie die Empfehlungen beim nächsten Mal umgesetzt werden. In jedem Fall geht Luhukay sehr akribisch vor, das kann ja nur gut sein.