Verletzungssorgen und gelbe Gefahr: Rehhagel bangt in der englischen Woche um sein Personal

(sto) – In Zeiten, da bei Hertha BSC ja gern Gesprächsprotokolle offengelegt werden: Bei der Pressekonferenz am Gründonnerstag vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18.30 Uhr) vergingen exakt 20 Sekunden, ehe der BILD-Kollege Roberto Lamprecht die erste Frage an das Podium stellte.

Dort standen wie immer der aktuelle Cheftrainer Otto Rehhagel und Geschäftsführer Michael Preetz für sämtliche Fragen zur Verfügung. Sie kamen und gingen durch den Vordereingang des Medienraumes.

Die Gesprächsrunde dauerte exakt elf Minuten und 58 Sekunden, am Ende waren alle Fragen beantwortet.

Jankers Einsatz steht auf der Kippe

Kurz zum Personal: Die unter der Woche angeschlagenen Spieler sind soweit alle wieder fit und im Training. Gebangt wird noch um die Herren Hubnik (verstauchter Knöchel), Janker und Rukavytsya (beide muskuläre Probleme). „Mein Problem ist die Spielerdecke“, sagte Rehhagel.

Aus zweierlei Gründen ist das so. Zum einen geht Hertha in die letzte englische Woche dieser Saison. Und vor diesen Spielen in Mönchengladbach, gegen Freiburg (Dienstag) sowie in Leverkusen (Samstag) drohen neben verletzungsbedingten Ausfällen auch solche infolge der fünften Gelben Karte. Betroffen davon sind in erster Linie Hubnik, Kobiashvili, Raffael sowie Reservist Ebert mit bislang je vier Verwarnungen.

Die Alternativen heißen Niemeyer und Bastians

Gebangt wird insbesondere um Hubnik und Janker. „Wir hoffen, dass gerade die beiden Innenverteidiger bis zum Spiel fit werden“, sagte Preetz. Und was, Herr Rehhagel, wenn nicht? Der Trainer pokert, eine konkrete Antwort umdribbelte er.

Bei Hubnik, so viel war seinen Antworten zu entnehmen, sieht es wohl gut aus. „Wenn Janker nicht spielen kann, müssen wir überlegen, was wir dann machen. Noch liegen zwei Trainingstage vor uns, aber nur, weil jemand trainieren kann, kann man daraus noch kein Fazit ziehen, ob er auch spielen kann“, sagte Rehhagel: „Ich hoffe aber, dass wir es einigermaßen hinbekommen.“

Muss Janker passen, will Rehhagel „spät entscheiden, wer Innenverteidiger spielt“. Da Kapitän Andre Mijatovic wegen Achillessehnenbeschwerden weiterhin in der Kategorie der Langzeitverletzten geführt wird, bleiben als Alternativen nur Peter Niemeyer oder Felix Bastians übrig.

Wer soll spielen: Die Besten oder die Fittesten?

Erst Karfreitag oder vielleicht sogar am Spieltag Samstag selbst werden wir, was diese Personalien betrifft, klarer sehen. Also ziehen wir die Diskussion bis dahin einfach fort – mit dieser Fragestellung: Die besten Spieler sollen spielen oder die fittesten – was macht mit Blick auf die sensible Position des Innenverteidigers im Allgemeinen und Herthas brisante Lage im Besonderen mehr Sinn?

Und wie würdet ihr an Rehhagels Stelle mit Blick auf die Gelbe-Karten-Situation verfahren?