Herthas Sieg wirbelt die Hierarchie durcheinander

(ub) – Christoph Janker schüttelte den Kopf. Nein, er fühle sich nicht als Gewinner. „Ein Gewinner bin ich erst, wenn wir die Klasse gehalten haben.“ Herthas Mann mit der Carbonmaske ist ein Teamplayer. Dabei hatte sein Vorgesetzter schon sechs Tage vor dem nächsten Spiel am kommenden Samstag beim 1. FC Köln Janker eine Aufstellungsgarantie erteilt. Otto Rehhagel lobt Janker und dessen Manndecker-Kollegen Roman Hubnik. „Es gibt im Moment keinen Grund, das auseinanderzureißen.“

Die gute Nachricht für Janker ist eine schlechte für Mijatovic. Der Kapitän wird sich bis auf weiteres mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen müssen.

Überhaupt ist durch Herthas lang ersehntem 1:0 gegen Bremen intern einiges in Bewegung gekommen. Auch Levan Kobiashvili erhielt von Rehhagel einen Freifahrtschein. Er habe immer gefunden, so der Trainer,dass „Kobi als linker Verteidiger verschenkt ist. „Er hat das clever gemacht, aber konnte da nicht das ausspielen, was er wirklich drauf hat. Er bleibt jetzt erst mal im Mittelfeld.“

So, da wissen die Herren Ottl, Lustenberger und Niemeyer, dass es für sie zum kommenden Wochenende um nur noch einen Platz in der Doppel-Sechs geht. Ihr Monday-morning-Trainer: Für welche Doppel-Sechs gegen Köln wird sich der Trainer entscheiden?

Ich werfe schon mal den Hut in den Ring, der auf am meisten Zustimmung stoßen wird: Bleiben alle gesund, heißt die Doppel-Sechs Ottl/Kobiashvili.

Auch Torschütze Nikita Rukavytsya darf sich berechtigte Hoffnungen machen, gegen Köln zum zweiten Mal in Folge in der Startelf zu stehen. Patrick Ebert laboriert derzeit an einer Innenbanddehnung am Knie.

Was der Australier Rukavytsya und Janker am Tag nach dem Sieg gegen Werder Bremen zu sagen hatten, hat Kamerakind Lorenz Vossen für Euch im Bewegtbild festgehalten.

Eure Meinung, haben sich Rukavytsya und Tunay Torun ins Team gespielt?

Und weil die immerhertha-Reporter heute ein ungewohnt langes Bad in der Frühlingssonne genossen haben, noch zwei Umfragen: