Der Neue ist da: Skibbe träumt vom Pokalsieg

(mkl) – Wenn der Kollege Stolpe in die Redaktion kommt und Worte wie „unfassbar“ in der Mund nimmt, und es dabei um Medienrummel geht, muss schon wirklich Außergewöhnliches vorgefallen sein. Wie die Präsentation von Michael Skibbe als neuem Hertha-Trainer vor – Achtung – mehr als 100 Journalisten, darunter zehn Kamerateams.

Hier ein erstes Fotodokument (sto) – ihr seht, dass ihr nichts seht. . .

Als sich die Kollegen endlich alle hingesetzt hatten, saß tatsächlich auch „der Neue“ auf dem Stuhl in der Mitte des Podestes, den noch kürzlich sein Vorgänger Markus Babbel innehatte. Skibbe erzählte, wie er Hertha bislang wahrgenommen hat: „Ich bin immer mit Respekt nach Berlin gekommen, habe mich auf die Stadt und die Atmosphäre im Stadion gefreut.“ Zwar trauere der herzlichen Art der Menschen in der Türkei noch ein wenig hinterher. Auch „der Abschied von der Mannschaft war schmerzlich“, sagte Skibbe. Nun aber sei er glücklich, in Berlin zu sein.

Skibbes Weg nach Berlin führte über Düsseldorf

Und ja, auch die „Causa Babbel“ habe er eifrig verfolgt. „Schade, dass es zu solcher Streitigkeit gekommen ist, aber das haben sie jetzt bereinigt. Das ist Unter Sportlern das richtige: Man kann anderer Auffassung sein, aber am Ende sollte man sich an einen Tisch setzen.“ Er schilderte den fraglichen Ablauf der Dinge so: „Michael rief mich an, fragte, wie sieht es aus? Er sagte aber auch: Wir wollen mit Markus Babbel verlängern – aber ich weiß nicht genau, was er will, ich komme nicht an ihn ran.“ Darauf habe er Preetz gesagt, er solle ihn wieder anrufen, er sei für alles offen. Das Treffen in Düsseldorf habe noch immer in der Annahme stattgefunden, dass sich Babbel noch nicht entschieden habe. Dann habe Preetz tatsächlich wieder angerufen und erklärt, Babbel wolle nicht bleiben – jetzt wolle er mit ihm verhandeln. „Wir sind uns sehr schnell einig geworden.“

In der Co-Trainer-Frage waren und sind dagegen noch einige Sachen zu klären – mehr dazu in der gedruckten Zeitung. Wir spielen das Thema Hertha morgen auf einer ganzen Seite. 0,90 Euro sind also einmal mehr eine gut angelegte Arbeitsplatzsicherung eurer Blogpappies

Chance auf einen Erfolg im Pokal

Was will der neue Trainer nun erreichen? „Das Ziel ist natürlich der Klassenerhalt“, sagte Skibbe. Wie sein Vorgänger träumt auch er von großen Taten im DFB-Pokal: „Die Chance würde ich in der Tat gerne ergreifen. Klar, die Sehnsucht in Berlin nach einem großen Pokalerfolg ist total berechtigt, weil das Finale seit Jahrzehnten im Olympiastadion ausgetragen wird. Wir haben große Chance, im Heimspiel gegen Gladbach ins Halbfinale einzuziehen. Wir sind in der Lage, sie zu schlagen.“

So weit, so gut. Eine wahrlich turbulente Woche geht zu Ende. Sie hat Hertha einen Trainer gekostet, einen Pokalerfolg beschert, und am Ende einen neuen Trainer unter den Weihnachtsbaum gelegt. Und es war eine Rekordwoche für immerhertha.de. Seit Freitag habt ihr etwa 2500 Kommentare abgegeben – ich schließe mich den Worten meines Kollegen an: unfassbar! Vielen Dank, das sind unglaubliche Dimensionen! Die aber auch eine Schattenseite haben: Wir haben es in dieser Woche nicht mehr so richtig geschafft, auf alle eure Fragen einzugehen. Vieles steht noch im Raum, quälende Ungewissheiten wurden nicht beseitigt.

Eure Chance – stellt uns eure Fragen!

Darum möchten Kollege Stolpe und ich euch zu einer Fragerunde einladen: Bloggt uns eure Fragen bis morgen 12 Uhr, und wir werden von da an so viele wie möglich beantworten. Der morgige Blog wird sich somit in erster Linie mit der Beantwortung eurer Fragen, Anregungen und Kritiken befassen. Denn Hertha hat nun das, wogegen auch wir uns nicht wehren würden: Urlaub! Davor seid aber ihr dran – eure Fragen bitte!