Hertha drohen im Pokal fünf Ausfälle und eine Mega-Rotation

(mkl) – Da war sie also, die erste Pressekonferenz ohne Markus Babbel.

Das Vakuum auf dem Podest füllte erwartungsgemäß der bisherige Co-Trainer Rainer Widmayer, der verbal den meisten von uns fast ausschließlich aus seinen öfters mal lauten Kommandos auf dem Platz bekannt war. Der Kollege Stolpe, der die PK für uns heute besucht hat, berichtete eben von einer lustigen Veranstaltung mit – so viel darf schon verraten werden – viel schwäbischem Humor. Mehr dazu morgen im Print.

Zur Frage, wie das nun genau war mit der Reihenfolge und den Geschehnissen am 15. November, nahm er nicht Stellung. Nur so viel: „Ich habe ein gutes Verhältnis zu Markus Babbel, und das werde ich auch weiter haben.“ Mit Preetz habe er bereits eine Vereinbarung getroffen. Preetz betonte nur: „Rainer Widmayer ist genau die richtige Wahl“, er meinte aber natürlich nur für das Pokalspiel morgen.

Der Sport rückt wieder in den Vordergrund

So ist zu diesem ganzen Komplex heute nicht mehr zu sagen als: abwarten. Wichtiger ist jetzt ja ohnehin erst einmal das Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern morgen. Was für eine Chance! „Ein K.o.-Spiel ist reizvoll, auch für die Spieler. Es Gibt kein Unentschieden, Sieger und Verlierer. Und ich glaube, dass wir das Spielfeld als Sieger verlassen werden.“

Ärgerlich nur, dass es um die personelle Situation nicht gut aussieht, oder deutlicher gesagt: So viele Ausfälle wie momentan hatte Hertha in diesem Jahr noch nicht.

Roman Hubnik (Probleme an der Leiste) wird definitiv ausfallen, mehr als fraglich sind außerdem die Einsätze von Kapitän André Mijatovic (Innenbanddehnung) und Christian Lell (Muskelfaserriss). Lell konnte gestern immerhin komplett mit der Mannschaft trainieren, es besteht laut Klub Hoffnung. Obowhl ich einen Einsatz nur vier Tage nach einem Faserriss sehr riskant finde; ich hoffe alle Beteiligten wissen, was sie tun. Mijatovic dagegen lief nur. Maik Franz fehlt ohnehin, sodass die Situation in der Abwehr mehr als angespannt ist.

Leider geht es vorne weiter: Raffael ist auch im Pokal noch immer rotgesperrt (warum kommt mir bloß gerade der Gedanke, er sollte sich besser im Griff haben? ) , und zu guter letzt plagen Stürmer Pierre-Michel Lasogga Probleme an der Patellasehne. Er hat diese Probleme schon länger, deshalb steht zu vermuten, dass zumindest er auflaufen kann.

Lasogga muss wohl auf die Zähne beißen

Schauen wir zunächst auf die Problemzone Abwehr, vor allem in die Viererkette. Im schlimmsten Fall stünde aus der Stammformation also nur noch Linksverteidiger Levan Kobiashvili auf dem Platz. Christoph Janker wird also sicher wieder zum Einsatz kommen. Die Frage ist nur wo? Fällt Mijatovic aus, muss er in jedem Fall in der Innenverteidigung ran. Dann würde wohl auch Peter Niemeyer nach hinten gezogen, für Rechts müsste Widmayer dann auf Youngster Alfredo Morales vertrauen.

Kann der Kapitän und oder Lell spielen, hätte der Trainer natürlich viel mehr Gestaltungsspielraum. In dem Fall könnte er auch eine „Sicherheitsvariante“ wählen: Janker nach rechts, Niemeyer in die IV, Morales draußen lassen. Es geht um sehr viel, gut möglich, dass sich Widmayer so entscheidet, wenn er die Wahl denn überhaupt hat.

Ja und vorne? Da wird der Trainer versuchen, so wenig wie möglich zu tauschen. Lasogga, wenn es denn geht, als Spitze, Ramos nach links, Ebert nach rechts. Dann würde wohl Tunay Torun in der Mitte auflaufen, was er durchaus kann. Ramos und Torun könnten genausogut tauschen, Ramos hat ja in Hoffenheim nach der Roten Karte eher den Zehner gespielt….irgendwie mutet mir das gerade ein bisschen egal an ehrlich gesagt.

Wie seht ihr die Sache? Unten könnt ihr abstimmen und diskutieren – wir sind gespannt auf eure Aufstellungen!