Über den Tellerrand geschaut

(ub) – Babbel nach Basel. Babbel nach Schalke. Babbel in Bayern . . .

Franco Foda verläßt im Sommer Sturm Graz. Der Vertrag von Mike Büskens in Fürth endet im Juni . . .

Andre Mijatovic im Formtief . . . Herthas Doppel-Sechs . . . was macht eigentlich Fabian Lustenberger?

Ich mag nicht. Leide gerade an einer Überdosis Blau-Weiß.

Deshalb heute ein anderer Blog. Und wenn Ihr immerhertha straft, indem es keinen einzigen Kommentar gibt

Zumindest bleibt das Thema in der Stadt. Im Schatten der Bundesliga spielt Union die beste Serie seiner Vereinsgeschichte. 31 Punkte nach 18 Zweitliga-Spielen, das gab’s noch nicht in der Wuhlheide.

Chinedu Ede im Aufwind

Mit Chinedu Ede sorgt ein Hertha-Gewächs für Aufsehen. Der einstige Kumpel von Kevin Boateng, Ashkan Dejagah, Patrick Ebert und Änis Ben-Hatira zeigt inzwischen Konstanz. In den vergangenen fünf Partien hat Ede zwei Tore und fünf Assists hingelegt. In Sachen Trainer-Verlängerung hat Union still und leise den Vertrag mit Uwe Neuhaus bis 204 verlängert. Bei Hertha herrscht der Wunsch nach Kontinuität. In der Alten Försterei residiert der dienstälteste Trainer im deutschen Profifußball nach Thomas Schaaf (seit 1999 bei Werder Bremen).

Hertha freut sich über einen Zuschauerboom 53.221, so viel Anhänger pilgerten noch nie ins Olympiastadion. Union erstaunt nicht nur die Zweitliga-Konkurrenz mit seinem Stadionprojekt. Auch in Neu-Westend schauen sie interessiert auf die Union-Aktion ‚Wir verkaufen unsere Seele, aber nicht an Jeden‘. 10.000 Aktien über 500 Euro zur Finanzierung eines Neubaus der Haupttribüne stehen zum Verkauf.

Resonanz: Das erste Union-Mitglied stellte sich um 5.30 Uhr mit einer mobilen Heizung vor der Geschäftsstelle an. Nach den ersten drei Werktagen waren 4000 Aktien weg. Bei Union ist man zuversichtlich, bis Jahresende alle Beteiligungen im Wert von insgesamt fünf Millionen Euro an den Mann zu bringen. Zum Vergleich: Hertha hatte im vergangenen Jahr eine Fan-Anleihe über sechs Millionen Euro aufgelegt. Gezeichnet wurden 3,2 Millionen Euro, Herthas Finanzchef Ingo Schiller sagte damals, er sei sehr zufrieden.

Wie geht es Euch: Schaut Ihr mit einem Auge nach Köpenick? Macht es für Hertha Sinn, da ein, zwei Gedanken zu investieren? Ein klein wenig Respekt, wie das Fan-Sein am anderen Ende der Stadt gelebt wird?