1:2 gegen Gladbach: Hertha kann Reus nicht stoppen

(ub) – Es bleibt dabei: Hertha tut sich daheim schwer. Auch wenn die Vorstellung gegen Borussia Mönchengladbach besser war als vor zwei Wochen gegen Mainz, am Ende stand eine 1:2 (1:1)-Niederlage.

Thomas Kraft Ein undankbares Spiel bei nasskalter Witterung: Der Hertha-Torwart hatte kaum Gelegenheiten sich auszuzeichnen. Gleich die erste Gäste-Chance führte zum 1:1-Ausgleich. Beim zweiten Gegentor pariert Kraft zunächst gegen Arango, ist aber beim Nachschuss von Reus machtlos Note 4

Christian Lell Der Außenverteidiger war bemüht, seine Laufleistung von 10,86 Kilometer ordentlich. Im Vorwärtsgang fehlte es aber wie bei mehreren Kollegen an der Präzision Note 4

Maik Franz Wieder einmal patzten die Innenverteidiger bei den Gegentoren. Franz wurde beim 0:1 von Reus überrascht, den er ein, zweimal rustikal abräumte. Immerhin kam Franz ohne Gelbe Karte aus. Insgesamt eine mäßige Leistung Note 4

Andre Mijatovic Der Kapitän verschätzte sich beim 1:2, als er unter einer Flanke hindurchsprang. Dadurch fiel der Ball dem überraschten Gladbacher Arrango vor die Füße . . . Gemeinsam mit Franz sorgte Mijatovic dafür, dass die Gäste kaum Chancen hatten. Aber in den Schlüsselsituationen . . . Note 4

Levan Kobiashvili Bester Zweikämpfer bei Hertha (82 % gewonnenen Duelle, aber gleichzeitig für die meisten Fehlpässe im Team zuständig (11). Dem Georgier fehlte es an der Spitzigkeit, die er in der Vorwoche in Wolfsburg gezeigt hatte. Note 4

Andreas Ottl War nicht der Führungsspieler, an dem sich die Kollegen orientierten wie in Wolfsburg. Ottl brachte zwar 79 % seiner Pässe an den Mitspieler, vermittelte aber wenig Dynamik und sorgte kaum für überraschende Aktionen. Übersah mehrfach im Spielauf den an der Mittellinie auf einen Steilpass lauernden Rukavytsya. Zu recht ausgewechselt Note 4

Peter Niemeyer Aggressiver unterwegs als der Kollege und mit 11,88 Kilometern zudem Herthas Dauerrenner. Ihm liegen die engen Spielen, wo in der Schlußphase, als Hertha auf den Ausgleich drängte, zugleich immer die Chancen des dritten Gegentreffers lauert. Niemeyer trieb die Seinen an Note 3

Nikita Rukavytsya An wem liegt es, wenn die Stärken nicht zum Tragen kommen? Rukavytsya wurde in der Offensive von den Kollegen immer mal wieder übersehen. So kam der Australier auf nur 24 Ballkontakte. Im Rückwärtsgang hatte er Pech, dass Mijatovic ihm beim zweiten Gegentreffer die Sicht nahm, so dass er den Schuss von Arango nicht mehr verhindern konnte. Note 5

Raffael Gemeinsam mit Ramos der einzige, der für überraschende Momente sorgte: Schaltete blitzschnell um, als Ottl ihm einen Ball zuknöpfte und spielte Ramos frei, der zum 1:0 traf. Der Brasilianer hatte Pech, als er den Ball aus 17 Metern ans Lattenkreuz zirkelte. Aber auch Raffael fehlte es an der Frische Note 3

Adrian Ramos Herthas Gefährlichster. Traf zum 1:0. Lebte auf, als er für den ausgewechselten Lagos in die von ihm bevorzugte Sturmspitze wechseln durfte. Der Kolumbianer wirkte unglücklich kurz vor Ende, als er freistehend vor dem Gladbacher Tor den Ball nicht richtig unter Kontrolle bekam. Note 3

Pierre-Michel Lasogga Ein Bundesliga-Tag zum Lernen für den 19-Jährigen. Der Hertha-Stürmer hatte nur 23 Ballkontakten (Minus-Wert bei Hertha), gewann gerade 26,7 % seiner Zweikämpfe. Auch dem Matchwinner der Vorwoche fehlte es an Spitzigkeit. Note 5

Patrick Ebert Der ‚begnadigte‘ Mittelfeldspieler kam nach 67 Minuten für Rukavytsya. Ebert mühte sich, hatte aber kaum klare Aktionen.

Tunay Torun Spielte von den drei Einwechselspielern am klarsten. Investierte seine Energie in sinnvolle Sprints, bewarb sich um künftig längere Einsatzzeiten.

Änis Ben-Hatira kam in Minute 83 für Ottl. Zur Leistung: siehe Ebert