LIVE: Babbel mit der gleichen Startelf wie in Wolfsburg gegen Favres "Fohlen"

(sto/ub) – Ein Samstag im November in Berlin: Von grau und trüb keine Spur, die Sonne scheint. Draußen vor dem Fenster erledigen die Menschen ihre Wochenendeinkäufe und genießen den weiter anhaltenden goldenen Herbst.

12.30 Uhr: Noch deutet in Charlottenburg wenig darauf hin, dass in genau drei Stunden rund 60000 Zuschauer im Olympiastadion Zeuge des Bundesligaspiels von Hertha BSC gegen Borussia Mönchengladbach sein werden.

Von jetzt nach vorne betrachtet, ist es ein idealer Tag zum Fußball gucken – mal sehen, wie wir darüber gegen 17.15 denken werden. . . Ich jedenfalls bin ziemlich gespannt auf das, was wir da heute zu sehen bekommen werden.

Natürlich, Hertha gegen Gladbach – zumindest für dieses eine Mal ist es einfach das Wiedersehen der Berliner mit ihrem wahlweise vergötterten oder verwünschten Ex-Trainer. Da ich Lucien Favres Philosophie von Fußball mag, freue ich mich auf die Borussia. Was nicht heißen soll, dass ich nicht auch gerne den oftmals überraschenden Fußball der Babbel-Elf mit ihren Raffael, Ramos, Lasogga, Rukavytsya (,Ben-Hatira, Torun, …) sehe.

Wird es wirklich „ein zähes Ringen“?

In der gestrigen Clickshow habe ich mich – wie die deutliche Mehrheit – nichtsdestotrotz für „ein zähes Ringen“ entschieden. Ich erwarte zwei bestens auf den Gegner eingestellte Teams und ebenfalls solche, die beiderseits nicht in erster Linie auf Spielgestaltung erpicht sein werden. Arg wundern würde es mich, wenn die einen die anderen in einer Weise überrumpeln könnten, wie Hertha es Anfang Oktober in den ersten 30 Minuten gegen Köln gelungen ist.

Die unter Favre wieder gut strukturierte Borussia wird erst mal zu knacken sein. Gleichzeitig galoppierten die „Fohlen“ in dieser Saison auswärts bislang nur selten erfolgreich in Richtung Tor, nämlich genau zwei Mal; und beide Male zeichnete dafür Igor de Camargo verantwortlich, der es heute aber nicht möglich machen kann.

Jetzt ihr: Mit welchen aktuellen Empfindungen macht ihr euch auf den Weg in Richtung Stadion, Lieblingskneipe oder heimisches Sofa? Und, wir erinnern uns an die Heimspiel-so-viele-Leute-mit-so-vielen-Erwartungen-Debatte – wie wäre heute in der Spielbesprechung eure Ansprache an das Team: Auf sie mit Gebrüll? Oder erst mal Eile mit Weile und dann mal sehen, wann und wo sich welche Lücken im System des Gegners ergeben – wissend, dass die Mannschaft heute voraussichtlich schon einen Vorteil haben dürfte, der nicht der erste Fehler unterläuft. . .

Wir melden uns später aus dem Stadion wieder. Bis dahin gibt es (aus gegebenem Anlass) etwas Musik. Die einen dürfen das Pferd (i.e. die Fohlen) im Bandnamen schon mal imaginär der Schlachtbank zuführen. Und die anderen denken eben zurück an vergangene Zeiten. . .

14.15 Uhr Über dem Olympiastadion scheint die Sonne. Noch ist alles easy.

Etwas Betrieb, aber noch nirgends Schlangen. Nicht an den Kassen. Nicht am Bierstand. Nicht auf der Toilette. Wie Ihr seht, ist der Vorplatz spärlich gefüllt (Fotos: ub).

14.20 Uhr Im Stadionprogramm-Heft gedenkt Präsident Werner Gegenbauer im Vorwort Heinz Streik. Bekanntlich ist der langjährige Vorsitzende des Ältestenrates am vergangenen Wochenende im Alter von 93 verstorben. Es wird vor dem Anpfiff eine Gedenkminute geben, Hertha wird mit Trauerflor spielen.

14.30 Uhr Bundesliga-Alltag im Medienraum: Die ARD hat für die Sportschau Andreas Witte vom rbb geschickt, das ZDF seinen Länderspiel-Reporter Bela Rethy. Hertha – Gladbach scheint für interessant befunden zu werden

14.40 Uhr Die Hertha-Elf gegen Gladbach ist die gleiche wie vom vorangegangenen Samstag: Kraft – Lell, Franz, Mijatovic, Kobiashvili – Ottl, Niemeyer – Ramos, Raffael, Rukavytsya – Lasogga.

Die Bank: Aerts, Hubnik, Janker, Lustenberger, Torun, Ebert, Ben-Hatira.

Preetz und Favre geben sich die Hand

14.55 Uhr Fotografen-Auflauf vor der Gäste-Bank: Markus Babbel und Lucien Favre geben sich im Blitzlicht-Gewitter die Hände, lächeln in die Kameras. Im Hintergrund läuft sich die Mannschaft von Hertha warm.Von Gladbach sind bisher erst die Torwarte auf dem Platz.

15.10 Uhr In der Mixedzone (ohne Kameras) begrüßen sich Michael Preetz und Lucien Favre. Mini-Small-Talk – und jeder geht seiner Wege.

15.25 Uhr: Auf der Videowand läutet der DFL-Trailer die letzten Minuten vor dem Anpfiff ein. Derweil liefern sich Ost- und Gästekurve lautstarke Gesangsduelle. Wetter, Atmosphäre – alles gut!

15.27 Uhr: Das Volk hat gesprochen: Ein gellendes Pfeifkonzert, als der Stadionsprecher sagt: „Trainiert wird die Mannschaft von Mönchengladbach von Trainer Lucien Favre.“

15.30 Uhr Gedenkminute für den am vergangenen Wochenende verstorbenen Heinz Streik.

15.32 Uhr Anpfiff, weiter geht’s unten in den Kommentaren.