Babbel freut sich über die Euphorie

(ub) – Trainingsfrei ist nicht gleich trainingsfrei. Den Spielern hatte Markus Babbel nach dem 3:0 gegen den 1. FC Köln spontan einen fußballlosen Sonntag spendiert (der Montag war ohnehin frei). Dennoch versammelte sich heute um 11 Uhr eine kleine Runde auf dem Schenkendorff-Platz: der Trainer von Hertha BSC stand den Medienvertretern Rede und Antwort.

Zur ersten Hälfte mit den Toren von Pierre-Michel Lasogga (2) und Raffael sagte Babbel: „Mir hat gefallen, dass die Mannschaft die Überzeugung hatte. Wir hatten einen guten Mix aus sicherem Spiel und aggresiven Spiel nach vorn. Und mir hat gefallen, wie gut die Chancenverwertung war. Das war in den letzten Spielen ein Problem. Gegen den 1. FC Köln hatte wir nicht so viele Möglichkeiten. Aber die, die wir hatten, haben wir eiskalt genutzt“ (Fotos: ub).

Auf die Frage, ob er nun auf die Euphoriebremse treten müsse, antwortete der Trainer: „Nein, wir müssen nicht auf die Euphoriebremse gehen. Es ist schön, wenn Euphorie da ist. Ist doch toll, wenn die Fans eine Mannschaft sehen, die sich mit dem Verein identifiziert. Die alles versucht, um zu gewinnen. Wir wissen aber, dass wir dafür extrem hart arbeiten müssen. Wir dürfen jetzt nicht leichtsinning werden. Die Bundesliga ist knallhart, die verzeiht keine Fehler.“

Babbel und seine Berlin-Kritik

Ein TV-Kollege fragt mit Blick auf die Babbel’sche Kritik an den Berlinern vor fünf Wochen, ob er als bekennender München denn mittlerweile ein bekennender Berliner geworden sei.

Babbel: „Ich war vom ersten Tag an bekennender Berliner. Mir gefällt es hier, das ist ein toller Verein. Ich wollte da der Mannschaft mit meinen Möglichkeiten helfen. Es war zuviel Fokus auf einer Sache, so dass die Mannschaft nicht befreit aufgespielt hat (gemeint war der ‚Fluch‘ mit zwei Jahren ohne Bundesliga-Heimsieg/Anm.d.Red.). Es hat funktioniert (1:0-Heimsieg gegen Stuttgart/Anm.d.Red.). Gott sei dank, sonst hätte ich hier ein Problem gehabt.“

Natürlich lobte der Trainer Änis Ben-Hatira. Er ließ aber durchblicken, dass einige Leistungsträger gesundheitliche Probleme haben. Deshalb komme die zweiwöchige Pause Hertha ganz gelegen, ehe es am 15. Oktober zum FC Bayern geht. So kämpft Lasogga schon etwas länger mit Problemen an der Patellasehne. Immer wieder muss er das Training dosieren, Pflege ist wichtig. Obwohl der Torjäger zur U21 eingeladen ist, hofft Babbel, dass Lasogga in Berlin bleibt. „Das wäre gut, damit sein Knie mal etwas regenerieren kann.“

Ben-Hatira hat Probleme am Sprunggelenk, er humpelte am Samstagabend barfuß mit Tapeverband am Knöchel in den Stadion-Katakomben durch seinen Interview-Marathon. „Ich habe so viel geredet, ich weiß gar nicht mehr, was ich noch sagen soll.“

Ramos sagt Kolumbien ab

Auch Adrian Ramos wird diesmal nicht nach Kolumbien fliegen. Nach einer Roten Karte wäre er für das erste der beiden Länderspiele ohnehin gesperrt. Babbel: „Adrian hat gemerkt, dass er körperlich etwas Probleme hat.“

P.S.1 Lese-Tipps von Blogger-Kollegen zum langen Wochenende: Marxelinho war aktiv, ebenso wie SchussTorHinein und der Hertha BSC Blog.

P.S.2 Genießt die Sonne, raus an die frische Luft

Zur Clickshow: Wie bewertet Ihr Herthas Saisonstart nach acht Bundesliga-Partien: Zwölf Punkte für den Aufsteiger, drei Siege, drei Remis, zwei Niederlagen?