Lasogga trifft doppelt beim 3:0 gegen Köln

(ub) – Zwölf Punkte nach acht Spielen, Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC schaut mit Wohlgefallen auf die Tabelle. Die Einzelkritik zum souverän herausgespielten 3:0 (3:0) gegen den 1. FC Köln.

Thomas Kraft: Einmal war der Torwart wichtig, da parierte Kraft glänzend gegen Slavomir Peszko (56. Minute). Routinearbeiten wie Flanken und Eckbällen meisterte Kraft sicher. Insgesamt hatte der Schlussmann jedoch wenig Möglichkeiten, um sich auszuzeichnen Note 3

Christoph Janker: Hat jemand Lukas Podolski gesehen? Der Nationalspieler versuchte dem Hertha-Verteidiger mit grenzwertiger Härte den Schneid abzukaufen, da war er aber bei Janker an der verkehrten Adresse. Sachlich spielte der Lell-Vertreter seinen Part, der FC-Star fiel im Laufe der Partie nur durch verärgertes Abwinken gegenüber den Kollegen auf. Janker krönte seine Leistung mit dem gut getimten Freistoß, den Raffael zum 3:0 verwertete Note 2

Roman Hubnik 70 % gewonnene Zweikämpfe, mit einer Ausnahme (siehe Kraft) keine einzige Torchance der Kölner. Starke Leistung des Innenverteidiger Note 2

Andre Mijatovic 83 % gewonnene Zweikämpfe, ansonsten siehe Hubnik Note 2

Levan Kobiashvili Ruhig, technisch gut. Hatte Pech, dass der Ball bei seiner Vorarbeit zum ersten (nicht anerkannten Tor) knapp im Aus war Note 3

Andreas Ottl Unauffällig, aber effektiv: Stärkster Zweikämpfer auf dem Platz mit 90 % gewonnenen Duellen. Sorgte mit Sidekick Niemeyer dafür, dass Köln so gut wie keine schnellen Angriffe fahren konnte Note 2

Peter Niemeyer Lief mit 12,0 Kilometer noch 800 Meter mehr als Ottl. Stellte Köln häufig geschickt die Räume zu, so dass die Gäste immer wieder gezwungen waren, nach außen (statt durch die Mitte) zu spielen. Note 2

Patrick Ebert Solide Vorstellung des Publikumsliebling. Hatte mit 23 Sprints die meisten Antritts aller Profis, brachte aber nur 39 Prozent der Bälle zum eigenen Mann Note 3

Raffael Allein sein 3:0 war das Eintrittsgeld wert. Der Brasilianer entwischt zwei Verteidigern, läuft in einen 40-m-Freistoß von Janker, den er Volley mit dem linken Fuß nimmt und hoch im rechten Eck versenkt. Passsicher, schnell, pfiffig im Zweikampf. Note 2

Änis Ben-Hatira Die Entdeckung des Spiels: Anfänglich nervös mit einigen Ballverlust. Dann aber unwiderstehlich im Antritt. Bereitete sowohl das 1:0 als auch das 2:0 vor. Schnell, dribbelstark und spektakulär. Gegenspieler Andrezinho wurde zur Halbzeit ausgewechselt. Note 2

Pierre-Michel Lasogga 62,5 Prozent gewonnene Zweikämpfej – eine unglaubliche Quote für einen Stürmer. Erzielte das 1:0 mit dem Fuß, das 2:0 mit dem Kopf. Der 19-Jährige kommt mittlerweile erkennbar besser mit dem Bundesliga-Tempo zurecht. Note 1

Nikita Rukavytsya Ersetzte in Minute 64 Ben-Hatira. Der Australier wartet immer noch auf seine erste gelungene Aktion in der Bundesliga.

Maik Franz Kam für den erschöpften Janker, verwaltete mit den Kollegen solide die 3:0-Führung.

Fabian Lustenberger Durfte in den letzten zwölf Minuten anstelle von Lasogga ran. Die Statistik weist aus: 2,0 km gelaufen, 3 Sprints.

Florian Meyer Der Kanzleileiter aus Burgdorf belegte wieder mal die alte Regel: Erinnert sich später niemand an den Schiedsrichter, hat der einen guten Job gemacht. Es gab keine strittigen Situationen. Bei den nicht anerkannten Toren von Raffael und Ben-Hatira hatte sein Assistent einmal Überschreiten der Auslinie und einmal Foul gesehen. Unaufdringliche, gute Leistun inklusive Bibiana Steinhaus als Vierter Offiziellen Note 2

P.S. Morgen/Sonntag hat der Trainer der Mannschaft kurzfristig frei gegeben. Das nächste Training findet Dienstag, 15.30 Uhr auf dem Schenkendorffplatz statt.