UPDATE: Entwarnung bei Kraft, auch Maik Franz greift wieder an

(mkl) – Nur wenige Fans hatten sich am Morgen nach dem 4:0-Pokalsieg in Meuselwitz am Schenckendorffplatz eingefunden. Wirklich gelohnt hatte es sich indes nicht, denn ihnen bot sich ein recht überschaubares Bild. Trainer Markus Babbel hielt eine kurze Ansprache, dann verabschiedete sich die erste Elf und entschwand für eine halbe Stunde zum Auslaufen. Die Reservisten absolvierten eine leichte Einheit mit Ball auf dem Platz. Wegen der vielen Verletzten waren dies nur Fabian Lustenberger, Sebastian Neumann, Fanol Perdedaj, Alfredo Morales, Raffael und Ronny. Auch Maik Franz fehlte in dieser Runde, er absolvierte eine – wie er hinterher mit rotem Kopf erzählte – hochintensive Laufeinheit.

Der Innenverteidiger hat seine Verhärtung im Oberschenkel offenbar überwunden. „Es sieht gut aus, gestern haben wir schon Steigerungsläufe, Sprints und Torschüsse gemacht“, erzählte er. Franz wird am eigentlich trainingsfreien Dienstag eine Extra-Schicht mit Konditionstrainer Henrik Kuchno einlegen, am Mittwoch will er dann wieder „voll einsteigen“. An seinem Beispiel lässt sich übrigens gut erkennen, wie schnelllebig das Geschäft beizeiten ist. Gefragt, ob er den Trainingsrückstand schnell wieder aufholen würde, meinte er: „Es waren ja nur fünf Tage, die ich gefehlt habe.“ Dann stutzte er und ergänzte: „Aber in der Vorbereitung kommt einem das natürlich wie eine Ewigkeit vor.“

Der Trainer rechnet mit Kraft

Am Nachmittag gab es dann Entwarnung bei Thomas Kraft, die erste Diagnose einer Kapselverletzung bestätigte sich, Bänder und Knochen sind jedoch nicht betroffen. Damit ist auch ein Einsatz am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg möglich. „Wir hoffen, dass Kraft am Samstag zum Saisonauftakt gegen Nürnberg wieder einsatzfähig ist“, wird Teamarzt Schleicher auf der Homepage zitiert. Ebenfalls am Mittwoch wird Maikel Aerts nach seinem Muskelfaserriss zurückerwartet, der ihn drei Wochen außer Gefecht gesetzt hatte. Der dritte im Bunde, Sascha Burchert, präsentierte sich gestern trotzdem zuversichtlich. „Ich gehe davon aus, dass ich spiele, wenn Thomas noch verletzt ist“, sagte er.

Aber gilt das auch, wenn Aerts tatsächlich wieder im Einsatz ist? Die Frage ist, wieviel Rückstand der Niederländer dann hat. Und ob nicht doch lieber Burchert noch ein Spiel machen soll. Was meint ihr: Wie gut oder schlecht sieht es im Tor wirklich aus? Ist die jetzige Situation schon ein Vorgeschmack auf die Probleme, die noch kommen werden, falls Kraft sich längerfristig verletzt? Oder reicht euch auch mittelfristig ein Sascha Burchert, der heute bekräftigte, bis zum Ende seiner Drei-Jahres-Vertrages – er ist bis Juni 2013 an Hertha gebunden – sich als Stammtorwart in der Bundesliga etablieren zu wollen?