Hertha landet verspätet und ein bisschen hart im zweiten Trainingslager

(mkl) – Gegen 17 Uhr verwandelt sich das Terminal C am Flughafen Tegel in eine einzige Abflughalle nach Österreich. Klagenfurt, Wien, Linz, Salzburg….alle Flüge, zumindest die von AirBerlin, gehen in der Zeit vor 18.30 Uhr ab. Und so war auch die Abflugzeit für den Hertha Tross mit Zielort Graz, der sich heute zu seinem zweiten Trainingslager ins österreichische Bad Waltersdorf aufmachte, mit 17.15 Uhr angegeben. Kurz vor dem boarden dann die schlechte Nachricht: Abflug verschoben, um mindestens eine Stunde.

Schlussendlich ging es dann mit rund 70 Minuten Verspätung nach Graz, wo die insgesamt 40-köpfige Reisegruppe (darunter 23 Spieler) bereits vom Hertha-Bus in Empfang genommen und ins ca. 60 Kilometer entfernte Kurörtchen ins Hotel Falkensteiner gefahren wurde. Manager Michael Preetz nahm die kleine Verspätung gelassen: „Ist doch überhaupt kein Problem“, sagte er, während er seinen Koffer vom Gepäckband wuchtete. An seiner entspannten Art konnte nicht einmal die Tatsache etwas ändern, dass der Pilot die Maschine, nun, sagen wir einmal, nicht direkt sanft aufsetzte.

Tolles Wetter und Gerüchte um Arsenal in der Nachbarschaft

Die äußeren Bedingungen indes sind erwartungsgemäß sommerlich: Sonne und kleinere Wolken, ca. 26 Grad noch am Abend. Nicht dabei sind übrigens John Anthony Brooks, der aus dem ersten Trainingslager in Oberstaufen mit Achillessehnenbeschwerden verletzungsbedingt vorzeitig abgereist war, Maikel Aerts (Faserriss im Oberschenkel), Marko Djuricin (Knöchelverletzung) und Nico Schulz (Nachwirkungen einer Viruserkankung).

Spannende Tage verspricht übrigens nicht nur die Tatsache, dass Trainer Markus Babbel endlich auch taktisch wird arbeiten lassen, nein, vielmehr soll sich laut meiner Wirtin der FC Arsenal in direkter Nachbarschaft niedergelassen haben, die englischen Journalisten-Kollegen wären angeblich im gleichen Hotel untergebracht wie ich. Das ist nun nicht zu vermuten, weil die Londoner, wie eine späte und zugegeben etwas oberflächliche Recherche ergab, erst gestern von einer Asientour zurückkamen und sich persönlich entschuldigten, dass sie nach neun (!!) Aufenthalten das Jubliläum hier im Ort platzen ließen.

„Dass solche Kaliber kommen, das spielt es nicht mehr. Sie touren um viel Geld durch Asien oder Amerika. Wir kommen da nicht mit“, sagt Nik Pichler, der Kopf der „International Football Camp Styria“ (IFCS), dem „Kurier“.

Ich vermute, die gute Dame hat da etwas verwechselt – und hoffe morgen genaueres zu erfahren, welche englische Mannschaft denn nun wirklich bei Herrn Babbel hospitieren möchte, wie Kollege Bremer gleich im Scherz mutmaßte. Nun: Bei dem Fußball-Tourismus in dieser Region kann man schon auch mal durcheinander kommen. Den Herren Hertha-Profis sei das indes nicht angeraten: Trainingsauftakt ist am Montag pünktlich um 10 Uhr, die zweite Einheit findet um 16 Uhr statt.