Muskelfaserriss bei Maikel Aerts und Malik Fathi wechselt nun doch nach Mainz

(ub) – Frisch aus der Nachrichtenküche: Eine MRT-Untersuchung hat ergeben, dass Maikel Aerts (35) sich in der Partie beim Uhren-Cup gegen den FC Basel (0:3) einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen hat. Der niederländische Torwart wird ins Trainingslager nach Bad Waltersdorf (17. bis 25. Juli) nicht mitfahren, sondern in Berlin behandelt.

Aerts hatte bereits zum Ende vergangener Wochen Oberschenkel-Beschwerden, die mit Tabletten und Massagen behandelt worden waren. Weil die Schmerzen nicht besser wurden, hat er am Sonntag eine Spritze bekommen. Trainer Markus Babbel hatte Aerts am Montag vor dem Basel-Spiel gefragt, ob ein Einsatz Sinn mache. Der Torwart der Aufstiegssaison hatte bis dahin sehr gut trainiert. Im Zweikampf mit Thomas Kraft, neu vom FC Bayern gekommen, wollte er dem Kollegen das Feld nicht kampflos überlassen. Aerts war präsent, hat die Vorderleute in den Trainingsspielen lautstark dirigiert.

Sascha Burchert auf dem Sprung

Seine Verletzung nun zeigt, dass Aerts Ehrgeiz am falschen Fleck gezeigt hat. Er muss für seinen Einsatzwillen mit einer Pause bezahlen, von der im Moment nicht genau zu sagen ist, wie lange sie ausfallen wird. Anders als in seiner schwierigen Phase im vergangenen Frühjahr stellte sich Aerts diesmal den Medien. Er räumte seine Schuld am Elfmeter ein, der zum 0:1 führte (33.). Dass in der Pause bereits überlegt worden war, den Torwart zu wechseln. Er aber wollte es nochmal versuchen. „Aber bei jedem Abschlag wurde es schlimmer. Es ging nicht mehr.“ Ohne von der genauen Diagnose zu wissen, sagte Aerts bereits nach dem Spiel: „Ich muss jetzt eine Pause einlegen.“

Was ist Eure Meinung: Muss er als 35-Jähriger das Risiko im Kampf um die Nr. 1 eingehen – und hat einfach Pech gehabt? Aerts ist als Figur in der Mannschaft wichtig. So hatte er am Ende seines Statements an die Journalisten eine Bitte:. Nicht für sich, sondern für die Kollegen: „Macht die drei Niederlagen nicht größer, als sie sind. Wir sind in Vorbereitung.“ Oder seht Ihr es wie die BILD. Die titelte, Aerts habe den Trainer belogen. Das wäre dann Vorsatz. Veranschlagt man bei einem Faserriss zwei, drei Wochen Genesungszeit, braucht Hertha einen neuen Torwart oder eigentlich nicht? Welche Auswirkungen hat die Verletzung für Sascha Burchert: Hat er die Chance die Nr. 2 hinter Thomas Kraft zu werden?

P.S. Weiteres aus der Nachrichtenküche: Der FSV Mainz berichtet auf seiner Homepage, dass man sich mit Spartak Moskau und Malik Fathi auf die Rückkehr zum FSV geeinigt habe. Der Ex-Berliner erhält einen Vertrag bis 2014. Manager Michael Preetz hatte sich um Fathi bemüht – nun also keine Rückkehr zu Hertha BSC. Was bedeutet das für den Hauptstadt-Klub?

P.S.2 Wenn Bob Dylan, Johnny Cash und Neil Young ihre Archive öffnen und dort noch Neues finden: Anbei zwei verschollene Fotos aus dem Bremer-Archiv von Oberstaufen, die von Fans angeblich händerringend auf dem Schwarzmarkt gesucht werden

Der Trainer spricht oder Alle hören zu: Die Mannschaft bei der ersten Trainingseinheit im Allgäu.

Nein, gelitten haben die Journalisten unter den Arbeitsbedingungen im Allgäu nicht.