Reisetag mit Lustenberger oder Wenn die Schweizer das Sagen haben

(ub) – Luft. Sonne. Und ein leichter Wind. Berlin find‘ ich gut. Nach den schwülen 30 Grad und der stechenden Sonne, mit denen Zürich heute aufgewartet hat. Zwölf Tage Trainingslager sind vorbei.

Der Trainer hat sich am Montagabend nach dem 0:3 gegen den FC Basel mit einer kurzen Ansprache von der Mannschaft verabschiedet (Fotos: ub). Markus Babbel hat sich bedankt, dass alle so gut mitgezogen haben. Die letzten Testspiele waren bitter, aber insgesamt sei die Mannschaft auf einem guten Weg. Die Spieler sollen die anderthalb freien Tage nutzen und ordentlich regenerieren. Kopf freibekommen und mal an was anderes denken, als an Fußball. Dann ist er Richtung München zur Familie gefahren, die Mannschaft heute Vormittag zurück nach Tegel geflogen.

Ich hatte eine Maschine später , für 14.55 Uhr gebucht. Deshalb blieb mir im Hotel nach dem Verfassen des Morgenpost-Textes für morgen/Mittwoch im Anschluss Zeit für die Frühstückslektüre. Der Uhren-Cup in Grenchen kam im ‚Tagesanzeiger‘ aus Zürich gar nicht vor. Die großen Thema in der Schweiz waren der Rücktritt der mir zuvor unbekannten Turnerin Ariella Kaeslin (bin ich jetzt ein Sport-Banause?). Und der 24-Millionen-Transfer von Göhkan Inler von Udine zum SSC Neapel. Von dem defensiven Mittelfeldspieler hatte einst Lucien Favre geschwärmt. Den teuersten Transfer eines Schweizer Spielers überhaupt hat Dino Lamberti gemanagt, der auch Berater von Raffael und Ronny ist.

Immerhin hat das ortsansässige Grenchener Tagblatt mit nebenstehender Schlagzeile vom Uhren-Cup berichtet. Die Fragen, die Ihr bei der Diskussion nach den drei Niederlagen in Folge habt: Hebt sie auf. Wie gut ist Kraft? Was ist von Tunay Torun zu halten? Bringt Andreas Ottl die Mannschaft voran? Ist die Mannschaft gut zusammengestellt? Alles berechtigt. Die Antworten werden im Laufe der Saison kommen – so oder so.

Ich habe die meisten Trainingseinheiten der bisherigen drei Wochen und jedes der fünf Testspiele gesehen. Für grundsätzliche Einschätzungen ist es dennoch zu früh. Meine Meinung

Hertha und die Trainingssteuerung

Die sportliche Leitung mit Manager Michael Preetz und dem Trainer haben die Vorbereitung gemeinsam geplant. Sie wussten, was kommt. Aber ich würde die kleine Wette wagen: Nochmal werden sie die Kombination aus Konditionstraining und relativ hochkarätigen Wettkampfspielen nicht wählen.

Anbei für Euch ein Mitbringsel aus der Schweiz, das zum Espresso gereicht wird

P.S.1 Wer saß ebenfalls in der Nachmittagsmaschine Zürich-Berlin? Fabian Lustenberger, der nach zweieinhalb Wochen Urlaub am Donnerstag ins Training einsteigen wird.

P.S.2 Jetzt Ihr: Was kann Hertha aus dem Trainingslager lernen? Und was besagen die Testspiele über den Kampf um die Nummer eins?