Trainingslager VI: Zum Geldverdienen geht es in die Schweiz

(ub) – Liebe Hörer, wir schalten mal eben für die Live-Reportage in den Frühstückraums eines Hotels in Oberstaufen.

Szenerie: Gut situiertes Ehepaar, Mitte 60, sehr gepflegt und zwei weitere Hotelgäste an verschiedenen Tischen.

Sie: Sind Sie Fußball-Trainer?

Nein, Sportjournalisten. Der eine für die Berliner Zeitung, der andere für die Berliner Morgenpost.

Sie: Ach, da müssen Sie ja gute Psychologen sein. Machen Sie nur Sport?

Ja, Fußball.

Sie: Wie schade. Sonst hätten Sie mir das mit Monaco erklären können. Das ist ja eine Tragik für die junge Braut.

Hm.

Sie: Das ist genauso wie bei Oliver Kahn. Das ist ja auch tragisch . . .

„An dieser Stelle, liebe Hörer, blenden wir uns wieder aus. Zurück ins laufende Programm.“

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Der Kollege Michael Jahn und ich haben uns angeschaut, zeitnah den Frühstückraum verlassen. Und uns dem laufenden Trainingsprogramm zugewandt. Aber wir wussten: It’s time to go. Morgen geht die Reise, ebenso wie für die Mannschaft, in die Schweiz. Der blau-weiße Tross wird während des Uhren-Cups in Solothurn übernachten.

Beim Vormittagstraining wurde zunächst Sieben-gegen-Drei gespielt, nur ein Kontakt war erlaubt. Wie Ihr seht, wird die Mannschaft auf Schritt und Tritt von Medien-Fuzzies begleitet. Hier versuchen Christoph Janker und Pierre Michel Lasogga den Ball von Nikita Rukavytsya und Maik Franz zu erobern. Der Schwerpunkt lag danach auf Flanken und Torabschluß. Bevor jemand fragt, wer auf welchen Positionen aufgestellt war: Bitt‘ schön.

Mittellinie als Passgeber — —- Niemeyer/Perdedaj —— Ottl/Raffael —–

Flanken: Ebert/Morales/Janker — —- – – —– Kobiashvili, Rukavytsya, Ronny

Zentrale Stürmer: ——— —————– alle Anderen ——- ——– ——-

Stichwort Teamgeist: Das erste Tor erzielte Rob Friend volley oben in die rechte Ecke. Tosender Applaus von den Kollegen. Cotrainer Rainer Widmayer: „Super Rob“ Insgesamt fielen eine Reihe von Toren. Je länger die Übung aber dauert, umso schwerer fiel es, die Torwarte Aerts, Burchert und Kraft zu überwinden.

Morgen/Freitag reist Hertha also nach Solothurn. Um 19.30 Uhr geht es gegen Young Boys Bern, Dritter in der Schweiz in der vergangenen Saison. Am Montag wartet der Schweizer Meister, der FC Basel. Die Teilnahme am Uhren-Cup wird gut honoriert. Mit der Gage – zufällig fällt uns gerade die Zahl 125.000 ein – wird Hertha sowohl dieses Trainingslager finanzieren als auch das nächste vom 17. Juli an im Burgenland. Damit aktuell auch alle Profis vorspielen dürfen, gibt es zwischen den Turnierspielen am Samstag einen Test gegen Grasshopper Zürich, die ihren 125. Geburtstag feiern. Wegen des großes Erfolges vom Vortag (Danke für die Komplimente) anbei ein weiteres Foto, Andreas Ottl und Thomas Kraft aus dem Siegerteam Bayern.

Bleibt noch die Frage: Was ist Abends los in Oberstaufen? Für @pax: Landschaft gucken. Und vor sicher hersummen „Over the Rainbow“

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