Fahrten durch die Fußball-Provinz und eine Reise in die Schweiz

(sto) – Leute, schon wieder müsst ihr zu Beginn des heutigen Blogs ganz tapfer sein: „Haie, Hummer – Helgoland“ entfällt! Ob die Kollegen vom RBB wissen, was sie da tun? Na gut, keine schlechten Witze jetzt – stattdessen zeigt das Berlin-Brandenburger Regionalprogramm der ARD am Freitagabend ab 21 Uhr in einer Erstausstrahlung einen Film von Dirk Walsdorff mit dem Titel „Nie mehr zweite Liga! – Herthas Gastspiel in der Fußball-Provinz“.

Wer es also nach Herthas Heimspiel gegen 1860 München aus dem Olympiastadion oder der Fußballkneipe um die Ecke rechtzeitig nach Hause schafft, auf den wartet dort wohl ein weiteres blau-weißes Highlight. Gemäß Ankündigung des Senders haben RBB-Reporter während der gesamten Saison Fans und Spieler auf ihrer Reise durch die Fußballprovinz begleitet, jetzt nehmen sie die Zuschauer mit in den Sonderzug nach Paderborn, in den Fanbus nach Osnabrück und in Herthas winzige Umkleidekabine in Oberhausen.

Und doch ist natürlich niemand traurig, dass sie nun zu Ende geht, die Zeit in Liga zwei. Drei Spiele sind es noch, bedeutungslos allesamt, wenn man mal davon absieht, dass Hertha noch Meister werden will und außerdem – mit noch drei Siegen – einen Punkterekord aufstellen kann.

Niemeyers Einsatz gegen München wackelt

Trotzdem fällt es mir in den Tagen nach dem Vollzug des Aufstiegs irgendwie schwer, euch mit den aktuellsten Personalien zu versorgen, weil ich mir vorkomme, als wäre das im Moment alles gar nicht so wichtig. Aber um der Chronistenpflicht zu genügen: Peter Niemeyer bereitet die gegen Osnabrück erlittene Risswunde an der Wade neuerlich Probleme. Und Roman Hubnik beklagt muskuläre Probleme. Auf Nachfrage wurde mir bestätigt, dass dies ausdrücklich nicht eine kleine Notlüge ist und der feierwütige Tscheche stattdessen in Duisburg eine Brustkorbprellung erlitten hat, herrührend von seinem Diver in der gefluteten Umkleidekabine. . .

Mein Gefühl: Hubnik wird gegen 60 München nichtsdestotrotz spielen können. „Er ist eine Maschine“, sagt bestätigend auch Trainer Markus Babbel. Kein Geld setzen würde ich dagegen auf einen Einsatz von Niemeyer, eher rückt Raffael wieder in die Startelf und Hertha geht die Sache gegen die „Löwen“ im klassischen 4-4-2 an – übrigens ausdrücklich auch mit Maikel Aerts im Tor und nicht etwa diesmal gleich von Anfang an mit Fabian Lustenberger. . .

Erstes Trainingslager wieder in Oberstaufen

Irgendwie ist auch in den Tagen nach dem Aufstieg ne Menge Musik drin bei Hertha. Tunay Torun ist der erste Neue, Nico Schulz hat verlängert. Real Madrid kommt zum Testspiel, die Rahmendaten für das erste Trainingslager (von zweien) stehen fest. Vom 2. bis 12. Juli reist Hertha wie schon im vergangenen Sommer erneut nach Oberstaufen ins Allgäu und wird in dieser Zeit außerdem am Uhren Cup im schweizerischen Grenchen teilnehmen. Das nach Veranstalterangaben „älteste Fußballturnier Europas feiert 2011 sein 50-jähriges Bestehen“, Hertha trifft am 8. Juli auf den aktuellen Dritten der Schweizer Liga, Young Boys Bern, und testet drei Tage später außerdem gegen den Titelverteidiger und möglichen neuen Meister der AXPO Super League, den FC Basel. Trainer dort ist bekanntlich Thorsten Fink. Da werden sich also zwei ehemalige Kollegen beim FC Bayern an der Seitenlinie wiedersehen.