Hertha hat 'nen Neuen: Gestatten, Tunay Torun!

(sto) – Hertha BSC vermeldet offiziell:

Hertha BSC hat mit Tunay Torun (21) die erste Neuverpflichtung für die kommende Bundesliga-Saison 2011/12 unter Vertrag genommen. Der Offensivspieler wechselt ablösefrei vom Hamburger SV und erhält beim Hauptstadtklub einen Drei-Jahres-Vertrag. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Tunay Torun einen derzeit sehr umworbenen Spieler verpflichten konnten“, sagt Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz, „Er ist jung, ehrgeizig und hat hohes Entwicklungspotential und passt so ganz hervorragend zu Hertha BSC.“ „Ich freue mich sehr auf Hertha BSC, die fantastischen Fans und auf Berlin. Ich bin sehr stolz, dass ich den künftigen Weg in der Bundesliga mitgestalten darf“, sagt Tunay Torun. „Der Wechsel nach Berlin ist der nächste Schritt in meiner Karriere, denn ich bin sicher, dass ich mich bei Hertha BSC weiter entwickeln werde.“ Tunay Torun ist 1,76 m groß, 75 kg schwer und erhält im Kader von Hertha BSC die Trikotnummer 11. Torun bestritt beim HSV bisher 27 Bundesligaspiele und schoss dabei 2 Tore. Für die Türkei hat Torun bisher ein A-Länderspiel und fünf Einsätze in der U21 absolviert.

Tja, Tunay Torun also – ein Name, der im Blumenstrauß von möglichen Zugängen nirgends genannt worden war. Heimlich, still und leise haben Manager Michael Preetz und Trainer Markus Babbel die erste Spielerverpflichtung für die Saison 2011/12 perfekt gemacht. Sie senden damit das eindeutige Signal: Wir haben unsere Hausaufgaben im Hintergrund längst gemacht.

Wie aber mutet euch der erste Neue an – ist das ein viel versprechender oder eher ein ernüchternder Auftakt der Personalplanungen? Ich, der ich schon immer ein Fan junger Spieler war, finde diese Personalie äußerst spannend! Aber reicht Torun als erster von nur drei oder vier Neuen qualitativ aus, um eine Alternative für die Offensive zu sein? Sein Einsatzgebiet sind das rechte Mittelfeld und der Angriff.

Das Urteil unseres HSV-Experten Jens Bierschwale über den Deutsch-Türken: „Ein guter und talentierter Spieler. Die Hamburger wollten gern mit ihm verlängern, und ich hätte ihn auch gern weiter beim HSV gesehen – und das, obwohl er nach seinem Kreuzbandriss nicht mehr ganz so stark war wie vorher.“ Der letzte Satz muss uns nicht allzu sehr beunruhigen; das Beispiel Patrick Ebert zeigt, dass Herthas Physios und das Trainerteam da durchaus einen guten Job machen können.

Was bedeutet die Personalie außerdem für das schon jetzt herrschende Überangebot in der Offensive? Und warum nur denke ich zuvorderst an die Perspektive von Daniel Beichler und Marco Djuricin und (im letzteren Fall) wenigstens einen kurzfristigen Mangel hieran. . .