Herthas Aufstiegs-Rallye: Station 30, der VfL aus Osnabrück

(ub) – Die Tonlage hat @westend vorgegeben: „3:0 und gut is’!“ So seine Prognose für die Partie von Hertha BSC am Samstag gegen den VfL Osnabrück (13 Uhr). Wir schreiben @westend etwas Eigeninteresse zugute: Er wird zum ersten Mal seine Freundin mit ins Olympiastadion nehmen. Und seine 89jährige Großmutter. Da will er den Damen ein paar Tore und Feierstimmung bieten.

Davon abgesehen: Nach dem formidablen 2:0 zu Wochenbeginn bei Verfolger Bochum – der Tabellenführer gegen die abstiegsbedrohten Niedersachsen, hm, was soll da schon schief gehen (Fotos: ub) ?

Der Trainer kommt bei diesem Thema in Fahrt. Auf der Pressekonferenz sagte Markus Babbel: „6:0, 7:0, wo ich im Moment hinkomme, höre ich solche Aussagen: Das nervt mich.“ Die Erfahrung in dieser Saison – wir begnügen uns an der Stelle mit dem Verweis auf die Partie in der Hinserie in Osnabrück (0:2) – für Hertha sind die leichten Spiele die schweren.

In der Rückrunde ist die Mannschaft um Kapitän Andre Mijatovic besser zurecht gekommen mit den vermeintlich Kleinen.

Aber selbst das 2:0 im vergangenen Heimspiel gegen Paderborn war nun alles andere als ein Fußballfest. Bei aller Aufstiegseuphorie hält es Babbel mit Detlev Buck: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Der Trainer erwartet einen defensiv eingestellten Gegner. „Wir werden das Spiel machen müssen.“ Das spricht für die Rückkehr von Papa Raffael in die Startelf. Da ich glaube, dass der Trainer bei seinem 4-4-2-System bleibt, müssen in diesem Fall die Lustenberger-Fans tapfer sein . Aber vielleicht habt Ihr andere Aufstellungs-Vorschläge für Babbel . . .

Das Wetter wird schön. Der Berliner will dabei sein, wenn was abgeht. Bei Hertha geht gerade die Aufstiegs-Rallye, Station 30, ab. Denke dass die Kulisse Richtung 50.000 Zuschauer gehen wird – phänomenal. Was erwartet Ihr von der Partie?


Wird Osnabrück unterschätzt? Oder zieht die Mannschaft das durch? Wer geht voran? Die Kollegen der Osnabrücker Zeitung machen dem VfL Mut, erinnern an einen Sieg in Berlin vor 90.000 Zuschauern. Allerdings datiert der von 1939.

P.S. @westend hat seiner Freundin vorab nahegelegt: Sollte es nicht gut ausgehen, unbedingt auf Formulierungen verzichten wie „Ist doch nur ein Spiel“.

P.S.2 Aber vielleicht sagen die Damen nach dem Abpfiff im Olympiastadion, um mit Buck zu reden: Bleiben wir noch auf ein Holsten