Was Markus Babbel von Magath und Büskens lernen kann

(ub) -Also, mit der Anekdote, die mir jüngst bei Herthas Auswärtsspiel in Fürth über den Weg gelaufen ist, hat der folgende Internet-Link bestimmt nix zu tun. Der Link ist folgender:

Der Büskens-Auftritt hat auch bestimmt nix zu tun mit jenem Auftritt von Felix Magath bei facebook, der dort mit einem Clip versucht hat, Fannähe zu erzeugen. Die Anekdote, die dazu gehört: Zu Beginn seiner Amtszeit in Gelsenkirchen soll Magath Büskens, Eurofighter und Uefa-Cup-Sieger von 1997 zu sich gerufen haben soll. Nach 17 Jahren im Klub bekamen Büskens, Oliver Reck und Youri Mulder sinngemäß zu hören: Tja, euch brauch‘ ich nicht mehr. Die Papiere könnt ihr euch im Büro abholen.

Der Fußballverein und das Internet. Genauer gesagt: Die Profiklubs und die sozialen Netzwerke. Die Hoeneß-Brüder, aufgewachsen in den 1960igern haben mit dem Internet nix zu tun. Auch die Generation Röber steht den neuen Kommunikationstechniken reserviert gegenüber. Markus Babbel nennt ein Handy sein eigen, das zum Telefonieren bestimmt ist – und für nichts weiter.

Hertha vor Lautern und Gladbach

Aber die Fans sind im world wide web anzutreffen. 91 Prozent der Fußball-Anhänger sind dort unterwegs. Ob Facebook, StudiVZ, MeinVZ oder Twitter – der Kollege Lorenz Vossen hat sich mit den Aktivitäten von Hertha in den Netzwerkenbeschäftigt. Eines seiner Ergebnisse: Hertha BSC hat mit 65.500 Fans bei Facebook mit Abstand die meiste Zustimmung aller Zweitligisten. Von Hertha sind dort alle Spieler vertreten. Auch wenn zum Teil ersichtlich ist, dass diverse Spieler eine Agentur beauftragt haben, die ihre Seiten pflegt. Wer sich aber etwas umtut, findet auch die Seiten, wo vor allem die jüngeren Profis tatsächlich anzutreffen sind .

Wenn mittlerweile die Popularität von Vereinen ermittelt wird, ist längst auch die Fan-Zahl bei Facebook ein Kriterium. Aktuell hat sportal.de ein Ranking der beliebtesten deutschen Klubs erstellt. Zu Hertha gibt es einen kurzen Schlenker im zweiten Absatz. Demnach hat der Hauptstadt-Klub mehr Facebook-Liebhaber als Borussia Mönchengladbach (32.300) oder der 1. FC Kaiserslautern. (49.200)

Jetzt Ihr: Wie nutzt Ihr facebook -Auftritte im Alltag? Ist der Kontakt zum Verein oder den Profis persönlicher als früher? Oder ist der gute alte Trainingsbesuch, wo man seine Klub hört, riecht und schmeckt doch nicht zu ersetzen?