Ronny fällt Sonntag gegen den SC Paderborn aus, Sorge um Peter Niemeyer

(ub) – Um mit den schlechten Nachrichten zu beginnen: Ronny fällt für die Partie vor der Traumkulisse am Sonntag gegen den SC Paderborn aus. Der linke Verteidiger wird sich bei den über 60.000 Zuschauern auf der Tribüne des Olympiastadions einreihen. Ronny hat sich im Training am Dienstagvormittag eine Zerrung des Syndesmosebandes zugezogen. Damit wird er rund zwei Wochen pausieren müssen.

Passiert war es in einer Situation, die zunächst gewöhnlich aussah. Andre Mijatovic erwischt den Ball einen Moment vor Ronny. Dumm war nun aber, dass der Ball mit Fahrt dem Brasilianer an den Knöchel prallte, worauf Ronny, der just auf diesem Fuß abrollen wollte, die Balance verlor und mit einem lauten Schrei zu Boden sank. Er wälzte sich vor Schmerzen. Physiotherapeut Jörg Blüthmann und Konditionstrainer Henrik Kuchno waren sofort mit dem Notfall-Köfferchen da.

Ronny wurde ein straffer Verband angelegt. Mit finsterer Miene humpelte er vorbei an Herthas Pressebteilung Richtung Kabine (Fotos: ub). „Das war eine unglückliche Situation“, runzelte Trainer Markus Babbel die Stirn. Auch Peter Niemeyer war bei Mannschaftsarzt Dr. Uli Schleicher vorstellig geworden. Der Mittelfeldspieler hat sich einen Bluterguß am Oberschenkel zugezogen und wird nun zwei, drei Tage aus dem Training genommen. Dennoch sollte ein Einsatz von Niemeyer gegen Paderborn möglich sein.

Zuvor hatten die Profis an der Passsicherheit und am Pressing gearbeitet. So wurde Acht-gegen-Vier gespielt, das Team in Unterzahl musste auf einen Befehl hin jeweils die ballführende Gruppe attackieren. “

Manchmal wird viel gerannt. Von außen sieht das eindrucksvoll aus. Ist aber eigentlich völlig ineffektiv“, sagte Trainer Babbel. „Die verteidigende Mannschaft muss entscheiden, wann es Sinn macht auf den Ball zu gehen. Und dann darf nicht nur einer laufen, alle müssen mitziehen.“ Der lauteste Akteur bei dieser Übung: „Druck, jetzt, Druck machen“ oder „gut“ war – Maikel Aerts. Zur Schulung kurzer Pässe, die je nach Situation auch mit beiden Füßen gespielt werden müssen, tummelte sich Aerts inmitten der Feldspieler.

Zuvor hatte Cotrainer Rainer Widmayer die Automatisierung von Laufwegen einstudieren lassen. Es ging darum, zehn Meter mit Ball zu laufen, jeweils scharf nach links zu passen und dann dem Ball hinterhergehen. Wurde sauber gespielt und gelaufen, ergab sich bei eine Art ‚Kreisverkehr‘. Die Gruppe Ebert/Niemeyer/Bigalke wurde vom Cotrainer gelobt: „Super macht ihr das.“

Pausieren musste Valeri Domovchiyski, der Bulgare hat sich „einen kleinen Faserriss an der Wade“ zugezogen.