Was wird aus Herthas jungen Wilden?

(ub) – Markus Babbel wird da sein. Werner Gegenbauer und @catro69 auch. Wenn Hertha-Trainer, Präsident und immerhertha-Blogger sich im Amateurstadion zusammenfinden, spielt die Zukunft vor. In der Hinrunde waren die Nico Schulz, Marco Djuricin, Alfredo Morales oder Marvin Knoll noch öfters bei den Profis im Einsatz. In der Rückrunde hingegen sind sie zumeist im Regionalliga-Team von Karsten Heine unterwegs, das am Mittwoch um 15.30 Uhr Heimrecht gegen Energie Cottbus II hat.

Die ersten Kritiker unken schon: Babbel sei doch nicht der Jugend-Versteher, zu dem er gemacht worden ist. Jetzt, wo es in der Zweiten Liga in die heiße Phase geht, setzt er auf wie so viele Kollegen auf Routine. Siehe Torwart Maikel Aerts (34), siehe Levan Kobiashvili (33).

Ganz falsch – sagt Hertha-Manager Michael Preetz. Hertha will bei den Talenten von heute nicht die Fehler aus der Favre-Ära wiederholen. Damals waren Sascha Bigalke, Lennart Hartmann und Shervin Radjabali-Fardi zwar zu den Profis hochgezogen worden. In der Bundesliga aber so gut wie nie zum Einsatz gekommen. Daraus habe Hertha gelernt: Spielpraxis ist wichtig.

Erfolg kennt kein Alter

Da zudem Patrick Ebert und Fabian Lustenberger, die zu Saisonbeginn verletzt waren, mittlerweile voll einsatzfähig sind, werden die Einsatzzeiten bei den Profis für die Youngster knapp.

Mein Eindruck: Lasogga ist gesetzt bei den Profis, Neumann und Perdedaj stehen regelmäßig im Kader und spielen. Alle anderen müssen kämpfen. Preetz sagt: „Es ist normal, dass Djuricin und Schulz in eine Situation geraten, wo sie körperlich nicht bei 100 Prozent sind. Wichtig ist, dass sie diese 90-Minuten-Einsätze [bei den Amateuren] haben. Ich bin sicher, dass sie noch in dieser Saison bei den Profis helfen.“

Hertha ist Erster und will aufsteigen. Pegelt der Trainer die Einsatzzeiten der Jungen ordentlich ein? Oder sollte er es noch öfters wagen? Nur, was wäre der Preis?

Eure Meinung, bitte.