Alles Pflichtsieg, oder was? Hertha und die Partie gegen den FSV Frankfurt

(ub) – Die Formulierung kommt ebenso fließend wie selbstverständlich: ein Pflichtsieg. Darum geht es, wenn Hertha am Freitag um 18 Uhr den FSV Frankfurt empfängt. Drei Punkte her – und tschüss. Den Weg nach Frankfurt findet der FSV dann ja allein.

Die Erfahrung dieser Saison indessen zeigt: Mit den Pflichtsiegen und Hertha, das ist so eine Sache. Dazu kommt eine Entwicklung, die ich mir nicht recht erklären kann. In der Hinrunde war die Heimstärke die Basis für den Erfolg. Weihnachten war Hertha das heimstärkste Team der Zweiten Liga: 7 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage. Die Olympiastadion-Bilanz der Rückrunde dagegen ist bescheiden: 1 Sieg, 1 Remis, 1 Niederlage.

Zitternde Knie im Olympiastadion?

Verkehrte Welt auch bei den Auswärtsspielen. In der Hinrunde ließ Hertha die sogenannten Pflichtspiel-Siege gern liegen (siehe Paderborn, siehe Osnabrück), Auswärts-Statistik zu Weihnachten: 3 / 2 / 3. In der Rückrunde hingegen fliegt die Babbel-Truppe in der Fremde im Höhenrausch: 4 Spiele, 4 Siege.

Jetzt Ihr: Wie erklärt Ihr Euch die plötzliche Auswärtsstärke? Und wieso zittern bei Hertha neuerdings daheim die Knie?

FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen hat mit einem Hertha-Pflichtsieg natürlich nix am Hut. Warum er die Partie im Olympiastadion zum „Ausnahmespiel“ vor erwarteten 35.000 Zuschauern erklärt, lest Ihr hier.

Damit es gegen den FSV Frankfurt gut geht, wer ist jetzt gefordert: der Trainer? die Mannschaft? die Fans? Dazu ein Seitenaspekt: Was erwartet Ihr von den Hertha-Anhängern in Sachen Maikel Aerts am Freitag? Bekanntlich gab es während der Cottbus-Partie Pfiffe gegen den verunsichert wirkenden eigenen Torwart?