3:1 in Bielefeld: Hertha feiert brasilianische Momente mit Raffael und Ronny

(ub) – 20. Spieltag, 13. Saisonsieg – Hertha BSC nimmt Kurs Richtung Bundesliga. Der Vorsprung auf die Nichtaufstiegsplätze beträgt nun sieben Zähler. Kollege Martin Kleinemas ( warum der Union-Reporter mit Hertha unterwegs war, LIVE: Hertha in Bielefeld, Ihr erzählt mir, was los ist haben wir hier besprochen) hat als Letzter die stockfinstere SchücoArena in Bielefeld verlassen. Da es kein Cafe auf dem Weg zum Bahnhof gab, hat der Kollege Kleinemas die unten aufgeführten Noten im Restaurant Goldene Möve für Euch verfaßt.

Maikel Aerts: In der ersten Halbzeit ein undankbares Spiel, der erste Schuss aufs Tor verspringt auf dem schlechten Rasen und prallt dem Niederländer auf die Nase. Letztlich hat er aber alles im Griff. In der zweiten Hälfte bewahrt er mit mehreren Aktionen Hertha vor einem früheren Bielefelder Tor. Note: 3

Christian Lell: Unaufgeregtes und solides Spiel, setzte aber kaum Akzente im Spiel nach vorne. Als er dann in der 53. Minute frei vor dem Bielfelder Tor auftaucht, muss er entweder selber abschließen, oder aber den Pass in die Mitte genauer spielen. Note: 4

Roman Hubnik: Rettete in verschiedenen Situationen, stand meistens richtig und wirkte vor allem in der ersten Hälfte sehr souverän. Erst Mitte der zweiten Hälfte, als Hertha insgesamt die Konzentration verlor, stimmte die Abstimmung nicht mehr immer. Note: 3

Andre Mijatovic: Der Kapitän kehrte gegen seinen Ex-Klub in die Startelf zurück. Strahlte in der ersten Hälfte noch nicht die gewohnte Souveränität aus, wurde aber zusehends sicherer. Note: 4

Levan Kobiashvili: Schaltete sich auf der linken Seite deutlich häufiger ins Spielgeschehen ein als Lell, dafür liefen die meisten Bielefelder Angriffe über seine Seite. Versuchte viel, scheiterte aber häufig an mangelnder Präzision. Note: 4

Fabian Lustenberger: Agierte vor allem in der ersten Hälfte mit viel Übersicht, verlagerte gut das Spiel und suchte das schnelle Umschalten. Dem 2:0 ging seine Balleroberung im Mittelfeld voraus. Insgesamt ein gelungener Auftritt, der allerdings schon nach 69 Minuten auf eigenen Wunsch zu Ende war. Note: 2

Raffael: Urteil des Managers: „Überragend“. Zeigte, dass er sehr wohl als Sechser spielen kann. Scheute keinen Zweikampf, spielte mit viel Übersicht nach vorne. Sicher: Seine Ideen fehlten weiter vorne ab und an, aber wer hinten stark steht und dennoch zwei Tore erzielt, hat nur eine Note verdient: 1

Ronny: Erzielte das wichtige 1:0, setzt sich stark im Laufduell durch und vollendet präzise. Über weite Strecken lief das Spiel aber an ihm vorbei, wirkliche Akzente konnte er sonst nicht setzen. Note: 3

Adrian Ramos: Das war nicht sein Spiel. Weder mit dem schlechten Geläuf noch mit seinen Gegenspielern kam Ramos zurecht. Hätte in der ersten Halbzeit einen Elfmeter bekommen müssen. Vor dem 2:0 von Raffael hat Glück, dass der Brasilianer abschließt – er selbst hatte den Ball schon vertändelt. Seine Pässe in die Spitze kamen viel zu selten an, Flanken landeten im Nirvana. Das gibt gerade noch eine Note: 4

Nikita Rukavytsya: Suchte Zweikämpfe und schnelle Vorstöße, provozierte damit Fouls und holte Freistöße heraus. Er gab wirklich keinen Ball verloren, einzig die Verwertung ließ oft zu wünschen übrig. Vergibt in der 42. Minute freistehend. Note: 3

Rob Friend: Hatte sich sehr unter Druck gesetzt, schien zunächst sehr unzufrieden mit dem Spiel. Hatte einen schweren Stand, bekam keine guten Flanken und, wie er später selbst sagte, keine verwertbaren Pässe. Was macht also ein Stürmer, der nicht bedient wird? Er holt sich die Bälle. Zwei ansehnliche Torvorlagen waren die Ausbeute – und der Trainer war zufrieden. Note: 2

Fanol Perdedaj: Kam für Lustenberger in einer undankbaren Phase des Spiels, als Bielefeld einige Möglichkeiten hatte. Eine knappe, souveräne halbe Stunde für ihn.

Valerie Domovchiyski: Ersetzte für die Schlussviertelstunde Rukavytsya, konnte aber genauso wenig noch Akzente setzen wie

Marco Djuricin, der erst in der 88. Minute eingewechselt wurde.