14 Tage Pause für Lasogga, Raffael-Debut als linker Außenverteidiger

(ub) – Der Trainingsbericht beginnt mit dem, was beim Training nicht zu sehen war: Mit der Visite von Pierre-Michel Lasogga (19) beim Arzt. Teamdoc Ulrich Schleicher war mit dem Genesungsprozeß zufrieden. Die Schwellung im linken Knie ist am Abgeklingen. Damit die Zerrung des vorderen Kreuzbandes komplett ausheilen kann, wird Lasogga jetzt 14 Tage Pause machen. „Dann hoffe, ich dass Pierre zum KSC-Spiel wieder fit ist“, sagte Trainer Markus Babbel.

Auch Levan Kobiashvili wurde behandelt. Trotz einer Knieblessur geht der Coach aber davon aus, dass der linke Außenverteider am Sonntag in Bielefeld einsatzfähig ist. Der Rest des Kaders absolvierte bei Minusgraden auf dem Schenckendorff-Platz eine intensive Einheit.

Staffellauf durch Slalomparcour

Fitness-Trainer Henrik Kuchno hatte einen vertrackten Konditions- und Koordinationskurs gesteckt. Da wurde getrippelt, gesprungen, in die Hocke gegangen, ein Slalom-Parcours durchlaufen. Damit die Profis es nicht so recht spüren, was sie da machen, hatte Kuchno einen alten Trick aus vergangenen Schulzeit aktiviert: Teile den Tross in zwei Teams und lasse sie das Programm als Staffel absolvieren. Dann feuern sich alle untereinander an – der Trainingseffekt stellt sich beiläufig ein.

Im Anschluss übernahm Babbel die Leitung bei Zwei-gegen-Zwei auf einem Feld, wo die Tore nur 30 Meter auseinanderstanden. Es rannten für 45 Sekunden jeweils Stürmer gegen Verteidiger an. Also Ebert/Djuricin gegen Lustenberger/Perdedaj oder Raffael/Ramos gegen Mijatovic/Lell. Gepusht wurde die Defensive, die stets vorwärtsverteidigen und den Angreifern keinen Moment Luft lassen sollte. In die Duelle warf Babbel zusätzliche Verschärfungen ein. So erhielt Rob Friend, als er gefoult wurde, einen Elfmeter, den er auch verwandelte. Lustenberger hingegen, der beim Torschuss unsanft von den Beinen geholt worden war und (zurecht) einen Freistoß einforderte, ging leer aus.

Begründung Babbel: „Wir müssen damit leben, dass Entscheidungen gegen uns fallen.“

Kommentar Lustenberger: „Ja, Herr Gagelmann.“

Zum Ende der Einheit gab es ein Kuriosum: Elf-gegen-Elf auf dem halben Feld wird öfter mal gespielt. Aber der Trainer beließ es bei der Aufteilung Defensive gegen Offensive. „Organisiert Euch selbst“, rief Babbel den Spielern zu. So erblickte etwa eine noch nie erlebte Dreier-Abwehrkette das Licht der Welt. Bestehend aus: Ramos – Ebert – Raffael. Die Defensive ging es offensiv an: „Wir spielen mit vier Stürmern“, entschied Perdedaj. Als Rechtsaußen hieß so der Gegenspieler von Raffael Sascha Burchert (Burchert schickt Hubnik, Domo verteidigt/Fotos: ub). Dennoch erzielte Raffael zwei Tore, auch Beichler und Friend trafen. Allerdings hielt die Abwehr mit, gefühlt endete der Vergleich 5:5.

Jetzt Ihr: Ist die Sturmfrage schon entschieden? Kommt im Sturmzentrum nur Rob Friend als Ersatz von Lasogga in Frage? Was ist mit Djuricin? Oder Domovchiyski? Oder Ramos?