UPDATE: Beichler und Kaka vor dem Absprung, Pause für Lasogga

(ub) – Der Tag nach dem 4:2 gegen Düsseldorf. Zwölfter Saisonsieg, doch beim Tabellenführer wurde gearbeitet. Die Stammspieler liefen rund 45 Minuten auf dem weiträumigen Trainingsgelände aus. Nicht dabei waren Levan Kobiashvili und Pierre-Michel Lasogga. Beide hatten während der Partie des 19. Spieltages einen Schlag aufs Knie bekommen, Teamarzt Dr. Uli Schleicher begutachtete die Blessuren.

Diagnose: Kobi fällt wegen einer Prellung zwei, drei Tage aus. Ernster sieht es bei Lasogga aus: Der hat sich das linke Knie verdreht und erlitt eine leichte Zerrung des vorderen Kreuzbandes. Eine endgültige Klärung, wielange der Torjäger ausfällt, kann erst nach zwei bis drei Tagen erfolgen.

Die Reservisten musste bei ungemütlichen Temperaturen samt Schneegrieseln richtig ran. 100 Minuten ließ Cotrainer Rainer Widmayer ackern. Mitten drin zwei Profis, die mutmaßlich eine ihrer letzten Einheiten in Berlin absolvierten. Hertha verschlankt im Aufstiegsrennen seinen Kader. Bekanntlich schließt das Winter-Wechselfenster am 31. Januar. Manager Michael Preetz hat durchblicken lassen, dass es vorstellbar ist, dass sowohl Kaka als auch Daniel Beichler gehen.

Kaka, für den Hertha bereits im vergangenen Sommer einen Abnehmer gesucht hat, sagte mir nach dem Training: „Ich weiß noch nichts. Wir müssen sehen.“ (Kaka mit grünem Leibchen um den Hals/Foto: ub)

Daniel Beichler war es unangenehm, als er beim Verlassen des Platzes von den Journalisten angesprochen wird. „Ich weiß nicht, was der Manager sagt. Ihr müsst verstehen, ich kann jetzt auch nichts sagen.“ (Beichler auf dem Foto li. mit Ringelmütze/Foto: ub)

Dafür hatte Trainer Markus Babbel heute unverhohlen und deutlich gesprochen. „Daniel muss mir zeigen, dass er unbedingt will. Es ist besser geworden, aber er muss Gas geben im Training.“ Man versteht Babbel richtig, dass ihm das Gezeigte bisher nicht genug ist. „Wir haben Daniel vier Jahre unter Vertrag. Er ist ein junger Spieler und muss sich weiterentwickeln. Wenn das bei uns nicht geht, dann muss er es über den zweiten Bildungsweg versuchen.“ Der Trainer meinte damit ein Ausleihgeschäft. Welche Vereine in Frage kommen, wahrscheinlich aus seiner Heimat in Österreich, die Frage wollte Babbel indessen noch nicht beantworten. „Es sind ja noch ein paar Tage.“

Interner Rüffel für Schulz

Auch einen Tag danach hatte sich Cotrainer Widmayer noch nicht gänzlich beruhigt. Angesprochen auf seinen Wutanfall am Ende des Sonntagsspiels, als Adrian Ramos seinen spektakulären Treffer zum 4:2 erzielte, sagte Widmayer: „Unmittelbar zuvor hätten wir beinahe das 3:3 kassiert. Dann wäre wieder alles Scheiße gewesen. Ich habe das Ganz im Blick und muss sowas dann auch klar ansprechen.“

Doch sowohl er als auch der Trainer nannten den fraglichen Spieler nicht. Der outete sich aber selbst, als wir ihn ansprachen. Es war, wie gestern Abend bereits angedeutet, Nico Schulz. „Ich bin bei der Aktion davor nicht im vollen Sprint zurückgegangen“, sagte der 17-Jährige. „Das haben mir die Trainer gesagt. Da haben sie auch Recht. Aber wir haben das in der Kabine geklärt.“

Zur Clickshow: Was ist Eure Meinung zu den anstehenden Veränderungen im Kader? Beichler war an 19 Spieltagen nicht einmal auf dem Platz, zuletzt auch nicht im Kader. Macht eine Ausleihe Sinn? Oder kommt sie nach sechs Monaten bei Hertha zu früh? Oder hat sich der Verein in der Verpflichtung des österreichischen Nationalsspielers schlicht geirrt? Zur Innenverteidigung:Kaka behalten und Christoph Janker abgeben? Oder umgekehrt? Oder beide in Berlin belassen?