Der Blick in die Glaskugel: Wie wird Herthas Rückrunde?

(sto) – Endlich, sagt Peter Niemeyer, und dann atmet er einmal tief durch: „Endlich geht es wieder los.“ 17 Spiele sind es von jetzt an noch bis zum Saisonende am 15. Mai, „17 Endspiele“ werden es für Hertha BSC, findet Niemeyer. Das erste findet am Montagabend in Oberhausen statt, und Trainer Markus Babbel sagt, er hätte „nichts dagegen, wenn der Ausgang derselbe wäre wie im Hinspiel“. Dieses hatte Hertha bekanntlich 3:2 gewonnen.

Doch wir wollen nicht zurück-, sondern nach vorne blicken. Was macht euch Mut für die Rückrunde, was lässt euch davon ausgehen, dass die Mannschaft die so wichtige „Mission Wiederaufstieg“ tatsächlich meistern wird?

Wer Maikel Aerts diese Frage stellt, erhält darauf diese Antwort: Weil Herthas Torwart hofft, „dass die Phase der drei Niederlagen am Stück während der Hinrunde auch ihr Gutes hatte – und in der Rückrunde schon nach einer Niederlage bei allen die Alarmglocken schrillen“. Ich gestehe, ich teile diese Hoffnung. Und ich bin auch guter Dinge, denn ich meine eine gute bis sehr gute Vorbereitung der Mannschaft auf die zweite Saisonhälfte erlebt zu haben. Gleichwohl schmunzelt Kollege Bremer bei dieser Feststellung und merkt geradezu unbotmäßig defätistisch an, auch er habe schon einmal eine Vorbereitung als wirklich überragend empfunden – und eine Handvoll Spiele später war der Trainer, Jürgen Röber nämlich, entlassen. Und kein Geheimnis ist, dass auch im Fall von Babbel die Zündschnur extrem kurz ist. Manager Michael Preetz wird sich im Falle eines nur mittelmäßig gelungenen Starts keine Sentimentalitäten leisten können.

Euer Tipp ist gefragt

Das beste Rezept gegen solche Gedanken sind Siege – schon Montag wäre ein guter Zeitpunkt dafür. Und damit zur eigentlichen Frage des Tages (und jetzt wird sich zeigen, wer die wahren Experten sind): Mit wie vielen Punkten und auf welchem Tabellenplatz wird Hertha die Saison beenden? Wer beides korrekt vorhersagt, wird a) eine gewisse Verbindung zur internationalen Wettmafia nicht länger abstreiten können und b) eine prominente Rolle auf unserer in ihrer endgültigen Form noch nicht konzipierten Saisonabschlussfeier spielen.

Ich mache den Anfang – und bleibe bei meiner zu Saisonbeginn gestellten Prognose: Hertha BSC wird bei 20 Siegen, sechs Unentschieden und acht Niederlagen insgesamt 66 Punkte holen und damit Zweiter werden. Wer daran zweifelt: Nach der Hinrunde steht Hertha bei zehn Siegen, drei Unentschieden und vier Niederlagen. . .