Lustenberger fällt aus, Sorgen um Lell

(ub) – In vier Tagen startet Hertha BSC in Oberhausen in die Rückrunde. Nach dem Besuch des Donnerstag-Trainings der Blau-Weißen heißt es: Die Lage wird unübersichtlicher. Wo man sich nach drei Wochen Pause eine ausgeruhte Traumelf wünscht, regiert die Improvisation.

Nach dem 3:0 im letzten Test gegen den SV Babelsberg gibt es weitere Ausfälle zu registrieren. Heute nicht beim Training auf dem Schenckendorff-Platz waren: Maikel Aerts, Ronny, Peter Niemeyer, Fabian Lustenberger und Christian Lell. Fünf Spieler, die eigentlich in die Startelf gehören.

Ronny-Einsatz fraglich

Andererseits lohnt sich genaues Hinschauen: Aerts hat gegen den Drittligisten erstmals über 90 Minuten gespielt. Er hat eine regenerative Einheit in der Kabine absolviert. Seinem Einsatz am Montag steht wohl nichts im Weg. Ähnlich formuliert Trainer Markus Babbel die Aussichten für Niemeyer: „Freitag, spätestens Samstag ist Peter wieder dabei. Das passt bis Oberhausen.“

Ronny wurde ein weiteres Mal am Knie untersucht, das er sich am Mittwoch verdreht hatte. Möglich, dass der Brasilianer am Montag passen muss. „Aber es sieht nach keiner langwierigen Verletzung aus“, sagte Babbel. Ein Einsatz von Lustenberger hingegen ist wohl illusorisch. Er wird wegen Oberschenkel-Problemen derzeit aus der Belastung genommen.

Ungewißheit herrscht um Lell. Der klagt über Schmerzen an der Ferse. Ob es ein Fersensporn ist oder etwas anderes, lässt sich im Moment wohl nicht genau sagen. Seine Position als rechter Außenverteidiger ist jene, für die Hertha keine echten Alternativen hat. Kaka kann dort spielen, wird in Oberhausen aber als Manndecker benötigt. Christoph Janker steht nach seinem 10-Wochen-Ausfall derzeit nicht zur Verfügung. Gegen Babelsberg hat Neu-Pr0fi Alfredo Morales auf dieser Position gespielt.

Der Trainer sieht die Lage pragmatisch: „Es wäre schön, wenn es anders wäre. Aber ich baue jetzt noch keine Alternativformationen. Wer weiß, was auf dem Weg bis zum Montag noch passiert? Wir haben einen großen Kader. Dem vertraue ich. Dann müssen andere ran.“

Jene, die auf dem Platz waren, trainierten von 11.05 bis 12.20 Uhr intensiv. Konditionstrainer Henrik Kuchno hatten diverse Koordinationsübungen vorbereitet. Es ging um Slalomstangen herum, um schnelles Rückwärtslaufen, aus der Hocke über Hürde hüpfen. Und zehn Medizinbälle waren im Einsatz. Fünf gelbe, fünf blaue. Die Übung war einfach: So hoch werfen, wie möglich. Mein Eindruck: Das war die am wenigsten geliebte Übung heute.

Im Anschluß wurde gespielt. Zwei gegen zwei und drei gegen zwei auf zwei Tore, die 30 Meter auseinanderstanden. Jeweils in 45 Sekunden mit hohem Tempo rasch zum Abschluss kommen. Später wurde auf diesem Mini-Feld mit 20 Leuten gekickt. Folge: So gut wie jeder durfte sich über einen Treffer freuen: Domovchiyski, Friend, Ebert, Lasogga, Beichler, Rukavytsya, Hubnik, Perdedaj, Djuricin, Raffael . . .

P.S. Anbei das neueste Ergebnis aus der Kreativstube von @rasiberlin. Wenn die Mehrheit sagt „so soll es sein, so kann bleiben“, nimmt er die ersten verbindlichen Bestellungen gern entgegen. Wir sollten – dies als Disclaimer – nur zusehen, dass wir die Aktion dabei belassen, als was sie begonnen hat: als Spaß. Also: kein Kommerz! Wäre schade, wenn am Ende einer Ärger kriegt – dann will es wieder niemand gewesen sein…!