Angreifer aus Augsburg

Niederlechner kommt früher als geplant zu Hertha BSC

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Sieht seine Zukunft schon früher als gedacht in der Hauptstadt: Herthas neuer Angreifer Florian Niederlechner.

Sieht seine Zukunft schon früher als gedacht in der Hauptstadt: Herthas neuer Angreifer Florian Niederlechner.

Foto: Harry Langer / picture alliance / DeFodi Images

Mit dem Stürmer des Bundesligakonkurrenten holt sich Hertha Erfahrung und Durchschlagskraft nach Westend. Einen Abgang gibt es auch.

Berlin.  Lediglich etwas mehr als zwei Wochen lang hatte die Rückennummer 7 im Kader von Hertha BSC nach dem Abgang von Davie Selke Richtung Köln keinen Träger. Nun hat der Fußball-Bundesligist das verkündet, was sich die vergangenen Tage schon abgezeichnet hatte: Angreifer Florian Niederlechner kommt vom FC Augsburg – und das ein halbes Jahr früher als ursprünglich geplant. Wie Hertha mitteilt, läuft der Kontrakt des 32-jährigen Offensivspielers in Westend bis 2025.

„Wir sind froh, dass wir den für den Sommer geplanten Wechsel nun kurzfristig doch schon in dieser Transferperiode umsetzen konnten und freuen uns auf die Qualitäten, die Florian in den noch anstehenden Spielen dieser Saison bei uns einbringen kann“, erklärt Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic den Transfer Niederlechners, der in 181 Bundesligapartien für Augsburg, den SC Freiburg sowie den FSV Mainz 44 Tore erzielt und 21 Vorlagen geliefert hat.

Dass der brisante Transfer zwischen zwei Konkurrenten im Bundesliga-Abstiegskampf nun doch so kurzfristig über die Bühne gehen konnte, ist der Tatsache geschuldet, dass die Augsburger mit Kelvin Yeboah (22, CFC Genua, Leihe mit Kaufoption), Dion Drena Beljo (20, NK Osijek) und Irvin Cardona (25, Stade Brest) kürzlich drei Verstärkungen für den Sturm unter Vertrag genommen hatten. So wurde der Weg für Niederlechner frei.

„Ich habe mir im Trainingslager viele Gedanken gemacht und gemerkt, dass die Konstellation in der Rückrunde schwierig für mich werden könnte. Ich hatte beim FCA eine sehr schöne Zeit, doch ich wollte die Chance nutzen, einen langfristigen Vertrag bei Hertha BSC zu unterschreiben“, erklärt Florian Niederlechner seinen Abgang nach dreieinhalb Jahren in der Fuggerstadt.

Da der Vertrag des Stürmers beim FCA erst im Sommer ausgelaufen wäre, ist für den gebürtigen Oberbayern eine Ablöse fällig geworden, wobei beide Klubs über deren Höhe Stillschweigen vereinbart haben. Dafür weiß Hertha-Trainer Sandro Schwarz nun einen Zugang in seinen Reihen, der dem Hauptstadtklub mehr Bundesliga-Erfahrung und die dringend benötigte Durchschlagskraft geben kann. Vermutlich schon beim wegweisenden Jahresauftakt am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) beim VfL Bochum.

Ascacibar zieht es zurück in die Heimat, Mittelstädt bleibt

Keine Zukunft in Berlin hat dagegen wohl Santiago Ascacibar: Der defensive Mittelfeldspieler, der 2020 zu Hertha BSC gekommen war, zuletzt zum Serie-A-Klub US Cremonese ausgeliehen war, Italien aber aus privaten Gründen verlassen wollte, wechselt zunächst auf Leihbasis zurück in seine Geburtsstadt La Plata, wobei seinem neuen Verein Club Estudiantes eine Kaufoption eingeräumt wird.

Seinen Vertrag verlängert hat derweil Eigengewächs Maximilian Mittelstädt: Hertha setzt langfristig auf den 25-jährigen, der seit 2015 bei den Profis in Westend spielt, und hat dessen im Sommer auslaufenden Vertrag bis 2027 verlängert. „Wir alle wissen, was wir an Maxi haben. Auf dem Platz ist er ein zuverlässiger Linksverteidiger, der mit seinem Zug nach vorne auch in der Offensive für gefährliche Momente sorgen kann“, hebt Bobic die sportlichen Qualitäten des gebürtigen Berliners hervor.