„Wo ist Lotte?“

Hertha startet Schutzkonzept gegen Diskriminierung

Fans von Hertha BSC feiern auf der Tribüne.

Fans von Hertha BSC feiern auf der Tribüne.

Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Unter dem Slogan „Wo ist Lotte?“ hilft Hertha BSC ab sofort Betroffenen von Diskriminierung im Umfeld des Stadionbesuchs.

Berlin. Hertha BSC bietet bei Heimspielen diskriminierten Besuchern und Besucherinnen sofortige Hilfe an. Unter dem Slogan „Wo ist Lotte?“ hilft Hertha BSC ab sofort Betroffenen von Diskriminierung im Umfeld des Stadionbesuchs, wie der Verein am Donnerstag mitteilte. Neben Helferinnen und Helfern in auffälligen pinken Westen, können Betroffene zudem einen Schutzraum im Block O aufsuchen, in dem sie betreut werden.

Ein Hertha-Projektteam aus den Abteilungen Fanbetreuung, Corporate Social Responsibility und Digitale Medien hat dieses Hilfsangebot im Zeitraum von anderthalb Jahren ausgearbeitet. „Als Hauptstadtclub ist es unser Ziel und unsere Verantwortung, allen Stadionbesuchenden ein schönes Spieltagserlebnis zu bieten, bei dem sie sich wohl und sicher fühlen. Das Konzept "Wo ist Lotte?" stellt einen wichtigen Schritt zu einem sicheren Stadionerlebnis für alle dar“, sagte Hertha-Geschäftsführer Thomas E. Herrich.

Mit dem Codewort „Wo ist Lotte?“ soll die Hemmschwelle bei Betroffenen überwunden werden, Hilfe zu suchen. Die Helfer und Helferinnen mit den pinken Westen bringen die Hilfesuchenden dann zu einem geschulten Team. Darüber hinaus kann der Verein die betroffenen Personen an ausgebildete Partnerorganisation weiterleiten, damit sie später professionelle Hilfe erhalten. Zudem steht Hertha auch außerhalb der Spieltage zur Verfügung, um bei später gemeldeten Fällen Hilfestellung zu leisten.

( dpa )