Hertha BSC

Gegenbauer tritt als Präsident von Hertha BSC zurück

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Werner Gegenbauer will bei der Hertha-Mitgliederversammlung nicht erneut als Präsident kandidieren, heißt es in einem Bericht.

Werner Gegenbauer will bei der Hertha-Mitgliederversammlung nicht erneut als Präsident kandidieren, heißt es in einem Bericht.

Foto: imago

Werner Gegenbauer gibt sein Amt als Präsident von Hertha auf. Zuvor hatte der Club noch entsprechende Berichte dementiert.

Berlin. Werner Gegenbauer gibt sein Amt als Präsident von Hertha BSC auf. Das wurde am Dienstagnachmittag bekannt, Hertha veröffentlichte eine entsprechende Erklärung. Darin heißt es: "Ich habe heute gegenüber dem Präsidium meinen Rücktritt als Präsident von Hertha BSC erklärt. Auch den Aufsichtsrat um seinen Vorsitzenden Dr. Torsten-Jörn Klein sowie die Geschäftsführung der Hertha BSC GmbH und Co. KG habe ich über meine Entscheidung informiert.

Ich bin dankbar und stolz, dass ich 14 Jahre als Präsident unseres großartigen Vereins handeln durfte. Es war mir zu jeder Zeit eine Ehre, dem Club und seinen Mitgliedern dienen zu dürfen."

Zuvor hatte bereits die "Wirtschaftswoche" berichtet. Bei der Mitgliederversammlung am 29. Mai will er nicht erneut kandidieren, hieß es dort. Als Grund werden Streitigkeiten mit Hertha-Investor Lars Windhorst genannt. Dem widersprach Gegenbauer in seiner Erklärung: "Ich möchte ausdrücklich klarstellen, dass die momentanen Unstimmigkeiten mit unserem Investor bei meiner Entscheidung keine Rolle gespielt haben. Diese Auseinandersetzung ist nie eine persönliche gewesen. Es ist eine Kontroverse zwischen Hertha BSC und der Tennor Holding."

Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic hatte am frühen Nachmittag noch die Berichte über den Rücktritt bei einer Gesprächsrunde dementiert und gesagt, er bedauere die Gerüchte. Er habe sich nach dem Klassenerhalt im Relegationsduell gegen den Hamburger SV noch nicht mit Gegenbauer unterhalten, aber Nachrichten geschrieben. „Er ist unser Präsident, aktuell“, sagte Bobic.

Gegenbauers Rückzug hatte sich in den vergangenen Wochen angedeutet. Zuletzt hatte er deutlich an Rückhalt verloren - nicht nur wegen der sportlich enttäuschenden Saison.

Auf der Mitgliederversammlung am kommenden Sonntag kann kein neuer Hertha-Präsident gewählt werden. Dafür braucht es eine außerordentliche Versammlung, die wohl in vier bis acht Wochen stattfinden dürfte.

Auch Finanzgeschäftsführer Ingo Schiller wird Hertha verlassen. Die Auflösung erfolge "in bestem beidseitigem Einvernehmen", wie der Verein mitteilte. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" berichtet. Ingo Schiller war seit 1998 als Geschäftsführer für Hertha BSC tätig. Den angekündigten Abschied zum 31. Oktober findet Bobic „schade“.

Hertha hatte am Montagabend das Relegations-Rückspiel gegen den Hamburger SV mit 2:0 gewonnen und damit den Klassenerhalt geschafft. Noch in der Nacht verkündete Felix Magath seinen Abschied als Trainer bei den Berlinern.

( BM mit dpa )