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Hertha BSC: Mannschaft erklärt Verhalten nach Abpfiff

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Inga Böddeling
Die Fans von Hertha BSC mussten nach Abpfiff auf die Mannschaft verzichten.

Die Fans von Hertha BSC mussten nach Abpfiff auf die Mannschaft verzichten.

Foto: Andreas Gora / dpa

Weil sich das Team von Hertha BSC nach der Pleite im ersten Relegationsspiel nicht von den Fans verabschiedete, reagierte der Kapitän.

Berlin. Bei Hertha BSC war der Frust nach dem ersten Relegationsspiel groß. Viele Spieler schlichen nach dem 0:1 gegen den Hamburger SV direkt in die Kabine und gingen nicht in die Ostkurve. Bei den Fans schürte das ein wenig Unmut, war es schließlich das letzte Heimspiel in dieser Saison. Ob es auch das vorübergehend letzte Heimspiel in der Fußball-Bundesliga war, entscheidet sich im Rückspiel am Montag (20.30 Uhr, Sat.1 und Sky).

Um keinen neuen Disput zwischen Mannschaft und Fans zu befeuern, richtete Kapitän Dedryck Boyata am Freitag ein paar Worte an den eigenen Anhang. „Wir möchten uns auf diesem Weg bei euch für die Stimmung im Olympiastadion bedanken“, wurde der Belgier in den sozialen Netzwerken zitiert. „Dass wir uns nach dem Spiel nicht von allen Fans verabschiedet haben, war keine bewusste Entscheidung der Mannschaft. Wir waren wie alle Hertha-Fans nach dem Spiel einfach sehr enttäuscht von uns selbst.“

Hertha BSC braucht Sieg mit zwei Toren Differenz

Nur Niklas Stark war nach dem Abpfiff in die Ostkurve gegangen. Der 26-Jährige verlässt den Verein im Sommer nach sieben Jahren. „Ich bin sehr dankbar für die Jahre, deswegen fand ich es richtig, noch mal kurz hinzugehen und mich zu verabschieden“, sagte er hinterher.

Nach dem Derby gegen Union (1:4) Anfang April war es zum Bruch zwischen Team und Fans gekommen, nachdem die Ultras die Trikots der Profis gefordert hatten. Danach hatte die Mannschaft die Nähe zu ihren Anhängern gemieden. Erst vor dem Heimspiel gegen Mainz am vorletzten Spieltag der Saison war es zum Schulterschluss gekommen.

Am Montag wird der Hauptstadtklub noch einmal die volle Unterstützung seiner Fans nötig haben. „Wir liegen zur Halbzeit 0:1 zurück. Jetzt gilt es, in Hamburg das Spiel zu drehen“, erklärte Boyata. Hertha braucht einen Sieg mit zwei Toren Differenz, um den Klassenerhalt doch noch zu sichern.

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